| Das Vier10te heiß & geckig | un-heil |
Wenn das Un-Heil antanzt...Was war es denn wieder? Irgend etwas? Oder, etwa die
aufsteigenden Gefühle? Man glaubt doch, sie in jeglichen Existenzformen
sehen zu können, um sie dann zu spüren!? Oder war es eher ein
Erscheinungsbild von blindem Gehorsam? Etwa eine vorgegebene Tatsache...?
Mit Schmerz und Freude und Leid - das ewige Lied! Man schreitet dahin,
den vorgeschriebenen Weg entlang, die "alltäglichen Verpflichtungen"
befriedigend, um der schnell schwindenden Zeit den persönlichen Rhythmus
des Lebensstroms anzugeben. Und genau darum ging es: Die angebliche Freude,
der wohl selbstinszenierte Genuß, die euphorisierende, beinahe kranke
Abhängigkeit vom vielfältigen Lebenswandel! Das oder jenes muß
vollzogen werden, damit es so ist, wie es sein muß. In einer schlechten
Umgebung, in einer Welt, wo man nicht mehr weiß und anscheinend
ja nicht wissen kann, was "richtig" ist. In einem Zwiespalt,
wo in Frage gestellt wird, ob denn überhaupt die eigene Ansicht moralischen
Werten gegenüber die eindeutige Antwort für das ist, wofür
man lebt (oder zu leben scheint). Wo Menschen nicht mehr an ihre persönlichen
Ideale glauben und dann komischerweise nicht einmal mehr versuchen, die
Aussagen, Meinungen und Einstellungen des anderen in die eigene Denkweise
hinein zu dirigierend und dem Lauf der Dinge einfach nur die persönlich
abgeschmeckte Wegrichtung angeben. Plötzlich gibt es ein Schema,
eine Vorrichtung, das Leben so zu gestalten, wie es "gesellschaftliche
Umstände" erwarten...??? Plötzlich ist es nicht mehr "richtig",
die andershäutigen Nächsten als ebenwürdiges Individuum
zu betrachten, und plötzlich darf auch in einer Welt voller Sarkasmus
und Ironie, dem völlig Ahnungslosen unterstellt werden, durch seine
Sympathie anderen Rassen gegenüber also doch in jeglicher Hinsicht
feindlich gesinnt zu sein! Und das magenirritierende, unverständliche
Dilemma dabei ist auch noch, daß alle darüber lachen dürfen.
Vorurteile werden mit dreckigem Gelächter ausgegraben und Worte und
Ausdrücke, tief aus dem Innern, wo es ansonsten niemandem vermacht
wäre, werden mit dem Drang, das Maul für einen Laut zu öffnen,
an das Tageslicht geholt. Hah! Die Gesellschaft ist verdorben. So wie
das stinkende Maul eines längst verstorbenen Urtiers. Und was machen
wir, die wir uns "eigentlich" dieser Tatsache schon bewußt
sind? Wir gehen dem nach, mit einem Atem, den man meilenweit gegen den
Wind riechen kann. Mit einer Gelassenheit, die auch beispielsweise einmal
manche Late-Night-Shows-Moderatoren im Zuge der Modernität und des
heranbrechenden Milleniums (dieses Wort bitte vor dem Jahre 2000 nicht
vergessen!) schlicht und einfach als "cool" bezeichnen. Was
denn auch sonst? Trotzdem, wichtig ist die Tatsache, daß durch Proklamierung
der Moderne, nicht irgendein, nun vielleicht auch zufälliger, Trend
gesetzt werden sollte, der allein durch die "coolness" hervorgerufen
wurde, sondern lediglich nur eine Weiterentwicklung des bewegenden Elements
des Lebens sein sollte. Wir wissen also doch was es war: Hand auf´s
Herz - belassen wir es doch lieber bei den Gefühlen. Hm? Das ist
immerhin doch die angenehmere, intelligentere Lösung, die menschlicheren
Sinne walten zu lassen. Der eigene Rhythmus bietet den Anstoß, der
die Bewegung in Kraft setzt; Sekunde für Sekunde, Takt für Takt,
Schritt für Schritt, bewegend bis zur letzten Atemluft! Das ist der
entscheidende Faktor von Lebenswandel, und eben doch nicht eine für
den täglichen Gebrauch angebotene perforierte Maske für den
Schauplatz des Lebens. |
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