OUK Das Fünf10te malerisch & bildend ouk interview:
Herbert

Herbert

Hier ist er also wieder, der Mann der zwei Seelen, der vielen Masken und der 1001 Samples. Die Rede ist von Matthew Herbert, auch bekannt als Herbert, Dr. Rockit, Wishmountain und Radio Boy. Lange Zeit war es recht ruhig um ihn, nutzte er doch die Zeit, um neue Zugänge zur Musik zu finden und seine traditionelle musikalische Ausbildung zu verbessern. Ein Punkt übrigens, der im Leben des Matthew Herbert schon immer sehr wichtig war: „Ich tue sehr gerne was für meine rechte Gehirnhälfte, indem ich versuche, viel zu lernen und neues aufzunehmen. Ich studiere jetzt auch wieder: Europäische Kulturwissenschaft. Wahnsinnig interessant. Und dann nehme ich auch noch Jazzunterricht. All das hält mich fit, denn es gibt einfach mehr, als in der Welt umherzureisen, aufzulegen und am nächsten Tag mit einem Kater im Bett zu liegen“. Wahr, wahr. Und dann war da ja auch noch der Kontakt zu einer Dame namens Dani Siciliano in San Francisco. Diese war es dann auch, die es Matthew erlaubte, seinen Sample-Horizont zu erweitern. „Ich war schon immer auf der Suche nach einem guten Sänger oder einer guten Sängerin. Jemand, der meine Vorgehensweise beim Musikproduzieren versteht. Ich habe daheim noch einige Tapes mit Stücken, bei denen ich mit Gesang gearbeitet habe. Allerdings habe ich noch keines veröffentlicht, da das ganze nie so richtig zusammengepasst hat. Dani versteht die Art und Weise, wie ich mit ihrer Stimme experimentiere. Wie ich sie mal als Sample oder gar als Instrument benutzte, und sie bringt selbst auch immer neue Ideen ein“.
Neue Ideen will Matthew Herbert auch in seine neue Produktionen, sowie in seine DJ- und Live-Projekte einbringen. „Radio Boy wird der etwas härtere Act werden. Mehr in Richtung soulfull Techno, wohingegen ich bei Dr. Rockit und auch bei Herbert mehr ins jazzige gehen will. Ich will dadurch eine neue Herangehensweise an die Musik finden, die das Ganze dann noch interessanter macht“.Was natürlich nicht einfach wird, da das Publikum von ihm mittlerweile ein hohes Niveau gewohnt sein dürfte (wir erinnern uns an seine Dr. Rockit-Auftritte: Fred Astaire-Anzug, Kaffemühle und Salzstreuer, etc ... ). „Sicherlich, diese Auftritte waren legendär, und auch meine DJ-Sets waren sicherlich ungewöhnlich. Aber all das funktioniert nur einmal. Du kannst nicht jeden Abend eine Elvis Platte als Opener auflegen. In meinen neuen Shows will ich mit viel mehr Instrumenten gleichzeitig arbeiten. Ausserdem will ich auch viel mehr Live-Elemente einbringen. So wird dann bei einigen Auftritten Dani live singen während ich dazu am Piano spiele. Wie genau ich jetzt aber all die Sampler, Keyboards und das Piano gleichzeitig spielen soll, weiß ich auch noch nicht.“ Wir dürfen gespannt sein. ][ mb


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