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D J B A I L E Y

D J B A I L E Y
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Was ist los im DrumnBass-Zirkus?
Alles murrt, aber niemand kann eigentlich eine klare Aussage machen,
was ihn stört. Gut, es bleiben Innovationen aus, die Besucherzahlen
gehen zurück, ebenso die Verkaufszahlen, etc. Keiner scheint
aber zu bemerken, oder zumindest einmal schwarz auf weiß festzustellen,
daß über die letzten Jahre eine unauslöschliche
Präsenz an den Tag getreten ist, die inzwischen durch eine
weitestgehend hochgradige Perfektion in vielerlei Hinsicht manifestiert
wird.
Trotz alledem: Was wird heutzutage noch mit Promotion-Touren
à la Hugo Boss (siehe Bla & Blub in dieser Ausgabe) erreicht
oder muß man sich im Vergleich mit schon vollzogenen Prozessen
bei verwandter Musik die fast schon stupide klingende Frage stellen:
Geht es zurück in den Underground?
Das Wort hat heute DJ Bailey und die Betonung liegt
hier auf DJ, denn Michael Bailey ist neben Kemistry &
Storm wahrscheinlich der einzigste DrumnBass-DJ, der
es ohne Producer- oder Labelambitionen, sondern ausschließlich
mit reiner Liebe zum Djing geschafft hat, die Spitze zu erklimmen.
Als hart und gerecht mit kleinen musikalischen Nuancen
läßt sich sein Stil ganz gut umschreiben und für
eine überschaubare Gage kann man einen DJ buchen, der viel
an Perfektion und Erfahrung offenbart. In den folgenden Zeilen also
Geschichten von Bailey über Bailey, über die Szene, den
Underground, die Kollegen, die Clubs, neue Tracks, ...
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ouk: Was denken deine Eltern über dein Leben als DJ?
bailey: Jetzt sind sie glücklich darüber. Vorher
wollten Sie mich davon abhalten. Sie konnten sich nicht vorstellen, daß
man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Sie dachten es wäre
vielleicht eine Phase, die ich durchmachen müßte. Für
sie wäre es vielleicht besser gewesen, wenn ich mich eher nach einem
geeigneten Ganztagsjob umgesehen hätte, weil man als DJ ja kein Geld
verdienen kann, aber diese Annahme hat sich zum Glück als falsch
erwiesen.
ouk: Haben sie dich unterstützt oder eher geblockt?
bailey: Naja, ich war sehr hartnäckig. Es gab einfach
keine Möglichkeit mich davon abzuwenden. Ich wollte einfach ein DJ
sein und habe einfach damit weitergemacht. Als sie gemerkt haben, daß
es bei mir gut läuft, haben sie mich von diesem Zeitpunkt an unterstützt.
ouk: Ich habe irgendwo gelesen, daß dich deine Schwester
durch das Verteilen von Mixtapes unterstüzt hat?
bailey: Oh, das war meine Ex-Freundin ... Sie bat mich ein
Tape zu machen und dann kamen ein paar Freunde von ihr vorbei und kopierten
sich das, so hat sich das Tape in kürzester Zeit vervielfältigt.
ouk: Kann man die DrumnBass-Szene mit einer großen
Familie vergleichen?
bailey: Familie? Hmm...
ouk: Was für ein Gefühl hast du? Wie ist die Stimmung?
bailey: Nun gut, jeder kennt jeden. Ich sehe keine negativen
Seiten. Aber wenn du von jemanden etwas willst, dann mußt du ihn
fragen. Du kannst nicht erwarten, daß du gefragt wirst. Sie können
sich ja nicht an jeden erinnern. Insgesamt klappt die Kommunikation recht
gut, nur ist jeder zur gleichen Zeit mit seinen eigenen Dingen beschäftigt.
ouk: Wie sieht es aus, wenn jemand in finanzielle Schwierigkeiten
kommt. Muß sich dann jeder um seine eigenen Probleme kümmern?
bailey: Ja, leider muß jeder seine Probleme selber
bewältigen. Es liegt auf der Hand, daß dir in diesem Fall nur
deine wahren Freunde helfen können. Ich habe das Gefühl, daß
viele Leute auch zu stolz sind sich an jemand zu wenden, um ihn zu fragen:
Ich habe finanzielle Schwierigkeiten, kannst du mir helfen?.
Ich weiß, daß solche Situationen zur Zeit passieren.
ouk: Ich fragte aus dem Grund, weil wir letztens ein Interview
mit Optical&Dom&Fierce gemacht haben, und man den Eindruck hatte,
man hat es mit drei Brüdern zu tun.
bailey: Ja klar, sie stehen sich sehr nahe. Sie leben alle
im gleichen Wohngebiet und du kannst erwarten, daß sie sich sehr
nahestehen. Sie sind die ganze Zeit in Kontakt miteinander, wenn jemand
Probleme bekommt, helfen sie sich gegenseitig.
ouk: Hast du den Eindruck daß die DrumnBass-Szene
ein Netzwerk ist, das nur durch Handys zusammengehalten wird? :-))
bailey: Ja, sicherlich. Jeder hat ein Handy. Es ist die
einzige Möglichkeit andere Leute zu erreichen. Du mußt sie
anrufen, sonst verpaßt du bestimmte Chancen. Das beginnt bei Tracks
und geht bis hin zu Bookings. Jeder ist ständig auf der Straße
unterwegs und damit beschäftigt, seine Sachen zu erledigen.
ouk: Ich denke daß es ohne Handys kein DrumnBass
geben würde.
bailey: :-) Wahrscheinlich ...
ouk:
Ich habe auf der Groove Connection-Webseite (www.grooveconnection.com)
ein Statement von dir gelesen. Ich weiß nicht ob es wahr ist ...
bailey: Das Interview? Ach so, du meinst diesen Fragebogen.
Ich wußte nicht einmal warum ich den ausfüllen sollte, vielleicht
ging es darum, einen Eindruck über die Persönlichkeit des DJs
zu bekommen.
ouk: Du hast bloß ein paar Fragen beantwortet, die meisten
hatten gar keine Antwort und waren mit n / a gekennzeichnet.
bailey: Klar, manche Fragen kannst du einfach nicht beantworten,
wie z.B. Welchen Teil deines Körpers würdest du gerne
verändern? So etwas kann ich einfach nicht beantworten.
:-) ... oder wie z.B. Wenn ich gerne so aussehen würde wie
jemand anderes, wer wärdas? (Anm. d. Verf.: Sehr gut, wird
für anstehende Interviews im Hinterkopf behalten ...)
ouk: An anderer Stelle sagtest du: Wo auch immer DrumnBass
sein wird, ich werde dort sein. Wo wird es deiner Meinung nach hingehen?
bailey: Im Grunde wollte ich damit sagen, daß, wenn
DrumnBass wieder komplett im Untergrund und unpopulär
ist, würde es mir immer noch gefallen, weil ich es einfach liebe,
egal wie groß oder klein das Ganze ist.
ouk: Auch wenn du damit nicht mehr deinen Lebensunterhalt verdienen
kannst?
bailey: Ja. Ganz einfach deswegen, weil ich gar nicht die
Absicht hatte, populär zu werden. Ich liebe es einfach Aufzulegen.
Es war nicht mein Ziel hier in Deutschland zu sein und sogar für
euch zu spielen. Das war wirklich nicht die Absicht. Ich mag einfach die
Musik, und werde mich damit abfinden, egal was passieren kann oder wird.
ouk: Gefällt dir deine eigene Entwicklung?
bailey: Ja - natürlich!
ouk: Manche Leute bevorzugen es im Untergrund zu bleiben.
bailey: Das hängt immer mit den persönlichen Vorstellungen
zusammen ...
ouk: Um noch mal auf dein Statement zurückzukommen, wohin
geht es mit DrumnBass deiner Meinung nach?
bailey: Es ist unberechenbar. Manchmal setze ich mich hin
und denke darüber nach, aber das ist einfach eine Frage, die man
nicht beantworten kann. DrumnBass takes each day as
it comes. Morgen kann vielleicht Schluß sein, man weiß
nie. Ich kann es wirklich nicht vorhersagen. Jeder macht zur Zeit seine
Major Deals, aber es gibt immer noch die andere Seite. Es gibt immer noch
die Underground-Stücke, die viele bevorzugen und es wird sie in der
einen oder anderen Form immer geben.
ouk: Wenn du dir die aktuellen Tracks vor Augen oder besser gesagt
vor Ohren hälst, kannst du eine bestimme Entwicklung heraushören?
bailey: Nicht wirklich, da ich es ablehne eine bestimmte
Stilrichtung von DrumnBass zu spielen. Meist bevorzuge ich
die wirklichen Underground-Stücke, nicht besonders viel mit Vocals.
Ich verfolge auch nicht genau was zur Zeit passiert. Ich spiele einfach
das was mir gefällt. Ansonsten kann man sagen, daß zur Zeit
die jazzige Richtung wieder sehr stark im Kommen ist, durch Peshay und
die ganzen Jungs.
ouk: ... wie z.B. Adam Fs Brand New Funk... oder
aber Vocals wie bei Dom&Rolands Remix von Shanie, den du z.B. auch
im Depot gespielt hast. Einer der wenigen Tunes die einen Rewind herausgefordert
haben.
bailey: Das ist etwas anderes, besonders für Dom. Er
benutzt normalerweise keine Vocals und hat es hier nur wegen des Remixes
für Shanie getan.
ouk: Er macht nie positive Stücke.
bailey: Nein, eigentlich nicht ... Aber nach seinem letzten
Album, das ja recht dunkel war, haben die Remixe für Shanie seinen
Stil verändert, er geht jetzt auch öfters abends aus.
ouk: Kennt Dom Shanie denn persönlich? Kommt sie aus London?
bailey: Ja, sie ist aus London, ich glaube sogar eine Freundin
von Dillinja. Jedenfalls haben sie zusammen in der gleichen Gegend gewohnt.
Für diese Remixe hat sie sich einfach mit den beiden Jungs zusammengetan.
Es gibt nämlich nur die beiden Remixe von Dom und Dillinja.
ouk: Den Eröffnungstrack, den du gespielt hast (mit MC: DJ
Bailey), war der speziell für dich gemacht?
bailey: Ja, denn zur Zeit als die Renegade Hardware-Abende
in London stattfanden und sich die Leute, die dort aufgelegt haben, gegenseitig
nur ansatzweise kannten - mich eingeschlossen, faßte ich den Entschluß
zu Dom zu gehen. Ich brachte ein Tape mit einem MC Sample mit und frage
ihn ob er das in ein Stück einbauen könnte. Als ich bei ihm
vorbeischaute, arbeitete er gerade an einem neuen Stück, und fügte
einfach das Sample in sein neues Stück ein und das wars. Dieses
Stück (natürlich ohne den MC Sample) erscheint bald auf Renegade
Hardware.
ouk: Dom wird von vielen Angry Boy genannt...
bailey: Wenn du ihn triffst, hast du das Gefühl, daß
er eine sehr ruhige Person ist. Er redet nicht besonders viel, aber in
ihm drin steckt viel Zorn und Haß, der durch seine Musik zum Ausdruck
kommt ... Es ist wie ein Ventil für ihn.
ouk: Auf der DrumnBass Arena-Webseite (jungle.syspace.co.uk/jungle/home.html)
gab es eine Umfrage, welchen Track der Leser gerne geremixt haben will.
16% stimmten für Origin Unknowns Valley of the Shadow
(Vgl. Acid Track: 2%, Warhead: 4%). Weißt
du ob es schon Remixe von Valley of the Shadows gibt?
bailey: Ich hatte mal vor langer Zeit davon gehört
und ich denke, daß es einen gibt, weiß es ehrlich gesagt aber
nicht. Hype sollte glaube ich einen machen, weil er das Stück so
oft gespielt hat. Er spielt es sogar jede Stunde, oder noch öfter
... :-) :-)
ouk: Wie stehst du zum Atmosphere-Schreibstil? Wenn ich darin lese, fallen
mir besonders die Sprüche wie the man they call, deliver
the goods, etc. unangenehm auf. Okay, du schreibst auch für
Atmosphere, aber wie denkst du darüber?
bailey: Ich mache bloß ab und zu meine Charts, bin auch in letzter
Zeit sehr faul geworden und teile mir meinen Platz mit Loxy. Ich schaffe
es einfach nicht jeden Monat, weil mir das Schreiben von Plattenkritiken
nicht liegt. Ich mache es hauptsächlich für Jay, den Herausgeber
von Atmosphere.
ouk: Wenn ich Atmosphere lese, möchte ich hauptsächlich Informationen
bekommen, aber meistens besteht vieles aus purem Hype. Die Portraits über
einzelne Personen bestehen oft nur aus ihren Standardphrasen und man hat
hinterher keine neuen Erkenntnisse hinzugewonnen.
bailey: Gut, manche DJs wollen einfach einige private Dinge für sich
behalten. Viele denken, daß sie nicht viel wissen, aber das sind
im Grunde nur ein paar DJs. Vielleicht glauben sie, daß wenn sie
sich auf diese Art und Weise verhüllen, sie für sehr gut gehalten
werden.
ouk: Aber Atmosphere ist doch ein Magazin speziell für die Szene.
Es ist nicht für jeden gedacht. Ein normaler Mensch würde es
nie in die Hand nehmen oder lesen.
bailey: Das stimmt. Es ist sehr spezialisiert. Aber in dieser Richtung
existieren derzeit viele Mags auf dem Markt, wie z.B. Hip-Hop connection.
ouk:
Was meinst du zum Thema Speed Garage und DrumnBass?
bailey: Als es mit Speed Garage angefangen hat, sind viele
Jungle-Fans zu Speed Garage übergelaufen. Im Moment aber habe ich
den Eindruck, daß viele damit nicht glücklich geworden sind,
da die Musik sich wiederholt und langweilig wird. So kommen sie eben wieder
zurück.
ouk: Ich habe den Eindruck, daß DrumnBass generell
auf dem Rückzug ist. Wenn man z.B. einen Blick auf die Deutschen
Club Charts wirft, findet man dort knapp 3 oder 4 DrumnBass-Tracks.
Vor einem Jahr waren es zwei bis dreimal so viele.
bailey: Speed Garage ist sehr schnell populär geworden,
einfach weil es etwas Neues war. Viele Leute sind einfach immer dabei
wenn es um Das Neue Ding geht, andere bevorzugen bei DrumnBass
zu bleiben, weil es einfach die Musik ist, die sie lieben. Viele haben
die Lager gewechselt, aber für sie spielt die Musik auch keine Rolle,
sie gehen einfach gerne dort hin wo viele Frauen sind.
ouk: Wie sieht es aus mit harte Klänge für verwirrte
Gemüter, also bezogen auf harte Tracks für Leute die vielleicht
psychische Probleme haben? Normale Menschen hören keine solchen harten
Sachen!?
bailey: Bei mir ist es genauso wie bei Dom - es ist ein Ventil für
uns. Wenn mich etwas aufregt, dann bin ich nicht jemand mit dem man reden
kann, ich sperre mich meistens für 3 Stunden in mein Schlafzimmer
ein und spiele sehr harte und heftige Musik. Gerade deswegen ist meine
Auswahl der Platten als DJ auch so, weil ich eine sehr ruhige Person bin,
ich möchte nicht böse auf jemanden sein oder mich mit Gewalt
durchsetzen. Ich halte mich zurück und versuche durch meine Musik
als Ventil meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, vielleicht spiele
ich deswegen so hart, ich weiß es nicht.
Grundsätzlich bevorzuge ich vielleicht die härteren Stücke,
aber man kann damit nicht ein ganzes Set spielen. Man muß für
jeden der dort ist spielen, nicht bloß für sich selber. Deswegen
entscheide ich mich dann letztendlich für eine Mischung.
ouk: Hast du schon die neuen Kemistry&Storm-Produktionen gehört?
bailey: Sie denken darüber nach zu produzieren, hatten aber bis jetzt
noch keine Zeit dafür.
ouk: Wie sieht es bei dir aus?
bailey: Ich möchte bloß auflegen!!
ouk: Du bist ja ein DJ, der an die Spitze gekommen ist, ohne nebenbei
zu produzieren oder ein Label zu führen, war es ein schwerer Weg?
bailey: Ich schätze mich glücklich, daß ich die richtigen
Leute zur richtigen Zeit getroffen habe. Das ist übrigens der einzige
Grund warum ich zur Zeit keine eigenen Stücke schreibe, ich will
einfach beweisen daß ich ein guter DJ bin und für meine Fähigkeiten
als DJ geschätzt werde!
ouk: Kommen wir zum Cafe Kesselhaus. Du sagtest, daß
es die beste Party war auf der du augelegt hast. Was ist dort passiert?
bailey: Es war eines der Dates auf der No U-turn-Tour und es war echt
verrückt. Die Jungs haben das Hotel-Zimmer total zerstört, so
richtig im RocknRoll-Stil. Am darauffolgenden
Tag wurde auch in einer lokalen Zeitung darüber geschrieben.
ouk: Warst du mit dabei?
bailey: Nee, sie waren alle betrunken. Die Aschenbecher lagen auf dem
Boden so wie alles was weggeworfen wurde ... überall Fußabdrücke
... es war wahnsinnig ... kaputte Bilder und noch viel mehr. Sie haben
es wirklich total kaputt gemacht. Um auf das Kesselhaus zurückzukommen,
es war wirklich voll und der Schweiß tropfte wie wild von der Decke
auf die Dubplates, so daß man die Platten nicht richtig spielen
konnte. Es war einfach eine der verrücktesten Nächte, die ich
je erlebt habe. So mag ich diesen Schauplatz sehr gerne und es ist immer
so dort - einfach gute Stimmung.
ouk: Bezogen auf das Nachtleben: Wie kommst du mit dem ganzen Streß
zurecht? Hast du gesundheitliche Probleme oder ist noch alles in Ordnung?
bailey: Ich schlafe zuwenig und esse nicht richtig, aber mir gefällt
es einfach beschäftigt zu sein, daher denke ich nicht so oft darüber
nach. Ich habe aufgehört über meine Gesundheit nachzudenken,
aber es gibt auch keine Probleme. Ich trinke oder rauche nicht. Manchmal
wird mir ein Spliff angeboten und wenn ich nein sage heißt
es gleich What? You dont smoke?. Ich habe wirklich nichts
dagegen, aber es reizt mich einfach nicht. Vielleicht ein Glas Champagner
bei einer speziellen Gelegenheit, aber das wars dann auch schon.
ouk: ... so daß du dich voll und ganz auf das DJen konzentrieren
kannst?
bailey: Ja, ich will bei vollem Verstand sein und mich auf das konzentrieren,
was ich spielen werde. Das ist schon schwer genug wenn man nüchtern
ist! Ich habe alle diese Platten vor mir und weiß nicht welche ich
in welcher Reihenfolge spielen soll. Ich möchte einfach sicherstellen,
daß ich die richtigen Stücke, in der richtigen Reihenfolge
spiele. Da hilft es mir nicht viel, wenn ich Alkohol trinken würde.
Manche Leute verstehen es einfach nicht, wie man diese Art von Musik mögen
kann, ohne Drogen zu nehmen.
ouk: Hast du irgendwelche konkreten Vorstellungen,
wie man DrumnBass im Club auf einer vielleicht reizvollen
Art präsentieren könnte, wie z.B. ein Live-Konzept mit einem
Drummer oder Bassisten?
bailey: Diese ganze Live Geschichte ist okay, aber ich bevorzuge
die Musik spielen zu lassen ohne dabei irgendwelche modischen Elemente
hinzuzufügen. Natürlichen macht ein guter MC viel aus, jemand
der die Musik atmen läßt und es versteht die Leute anzusprechen
und sie zum Wahnsinn zu treiben. Aber wie gesagt, ich glaube daran, daß
die Musik für sich spricht wenn man dabei tanzt. Diese ganzen Band-Konzepte
sind meiner Meinung nach nur dazu gedacht der breiten Masse DrumnBass
zugänglicher zu machen, für Leute die es vorher noch nicht kannten.
ouk: Wie gefällt dir die Metalheadz Session im
neuen Blue Note.
bailey: Anfangs dachte ich es würde nie mehr das Gleiche
sein wie vorher. Es kann einfach nicht das Gleiche sein dadurch daß
man die Location einfach Blue Note nennt. Die ersten Wochen
waren nicht so voll wie ich anfangs dachte, aber die letzen Wochen waren
wirklich gut. Mir gefällt es dort mittlerweile. Das Einzige was mir
mißfällt ist, daß die DJ-Box in der Ecke ist. Im alten
Blue Note war sie ja mitten auf der Tanzfläche. Dadurch
ist es nun teilweise ein wenig unpersönlich, aber die Stimmung ist
trotzdem sehr gut. ][ lightwood, simon v
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Playlist
1. Usual Suspects -Killa Bees (Renegade Hardware)
2. Higher Sense -Limiter (Moving Shadow)
3. Dom & Roland -Homicide (Compound)
4. Dom & Roland -Trauma (Renegade Hardware)
5. DJ Die -Soular (V Recordings)
6. Fierce -Beachball (Virus)
7. Danny Breaks -Earthshaker (Droppin Science)
8. Source Direct -Wanton Conduct (Science)
9. Goldie -Mother (Instrumental) (FFRR)
10. Ed Rush, Fierce, Trace, Nico, Optical -Edtrafienical
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