OUK das Ach10te ± begehrt & abgefahren ± April/Mai 99 Bla & Blub

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Ein sehr interessanter und begrüßenswerter Aspekt des Kölner Nachtlebens ist die derzeitige musikalische Offenheit des Publikums und die so gewonnene Durchmischung der Szenen. So vergrößert sich die Besucherschnittmenge der noch kürzlich tangential verlaufenden Kreise HipHop und Techno/Elektro zusehends, was durchaus bereichernd sein kann. Das konsensfähigste Event der letzten beiden Monate war trotz der anspruchsvollen Klänge einmal mehr der Elektrobunker im Kunstwerk, wo sich bis in die späten Morgenstunden ein buntgemischtes Volk an einem exquisit ausgewählten Line-up und einer großartigen Location erfreute. Einziger Schwachpunkt war die extreme Lautstärke, die glücklicherweise von einer sehr guten Anlage teilweise kompensiert wurde. Am selben Abend fand im Stadtgarten die Walkin large Albumreleaseparty statt: weniger abgedreht, aber ebenfalls hingehenswert. Hervorzuheben sind die außergewöhnlich guten und einfallsreichen B-Boys, die der Party, im Gegensatz zu ihren Interessensgefährten vom Vortag beim Hip Hop-Contest in der Live Music Hall, ihren Stempel aufdrückten. Musikalisch waren beide Begebenheiten überdurchschnittlich, die Wettbe-werbsteilehmer in Ehrenfeld erlauben einen sorgefreien Blick in die Zukunft. Nur schade, daß die Vorstellung der beiden DJ-Schwergewichte Marius No.1 & Mirco Machine unverständlicherweise einer allgemeinen Aufbruchstimmung zum Opfer fiel.
Das Studio 672 behauptet weiterhin mühelos seine Vormacht-stellung durch ein äußerst variables und hochwertiges Programm verschiedener Veranstalter. Es dürfte ein großes Glück für andere Partymacher sein, daß das Fassungsvermögen des ehemaligen Schmuckkästchens derart begrenzt ist ... Der MC-Battle im OT St. John entzog sich wegen Überfüllung leider meiner Anwesenheit, aber dem Hörensagen nach, haben alle Nichther-eingekommenen etwas verpaßt. Sieger wurde jedenfalls Herr Schimmel vor Titelverteidiger Nesti. Eine der schönsten Locations in Köln ist das Neptunbad und der Ort, an dem uns diverse Mitglieder des Heidelberger Sourcelables und der Debugger Bleed mit einer Mischung verschiedenster Stilrichtungen aus der Welt der elektronischen Musik verwöhnten. Es war eine der Partys der letzten Monate, die Show des noch jungen Jahres lieferte der 95er DMC-Weltmeister Roc Raida, nur 10 Minuten genügten dem Besitzer der rundum vergoldeten Technics, um jedem DJ mit Ambitionen die Grenzen aufzuzeigen, geschehen im stadgärtlichen Rahmenpro-gramm der Interjeans. Bleibt zu hoffen, daß auch seine Executioners-Kollegen bald wieder den Weg nach Deutschland finden. ][ motik
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Im April werden Deutschlands Städte marlborot, denn die bekannte Zigarettenmarke hat sich wieder einmal etwas ganz besonderes einfallen lassen, um vom eigentlichen Thema, der Housemusik, abzulenken. Marlboro Casino Club nennt sich das Ganze und stellt ein portables Klein-Las Vegas dar, mit Roulettetischen, Groupiers und allerlei anderem Schnick-Schnack. Während ich die Idee mit dem House Picknick noch für sehr pfiffig und freudeversprechend hielt, zeigt das Konzept doch mittlerweile starke Abnutzungserscheinungen. Naja, wenigstens die musikalische Unter-malung wird wie immer von namhaften (was nicht gleich von Qualität zeugt) DJs bestritten, als da wären: Doc Martin, King Britt, Terrence Parker, Jef K., DJ Deep, Erik Rug und Phillipe Zdar.
Wir verschwenden indes unsere Gedanken an etwas viel Freudigeres. Die Veranstaltungsreihe Hydraulik, jener Detroit Techno-Abend im Tübinger Depot der vor zwei Jahren mit 15 Besuchern startete und mittlerweile mit bis zu 700 Gästen etabliert zu sein scheint, feiert am 17.4. sein Jubiläum. Auflegen werden die Residents und Gründer (wobei man sich noch nicht geeinigt hat, wer denn nun alles dazu gehört), Joel Charlemagne und Aleister (neuerdings fanatischer Keb Darge-Fan)[ich wundere mich immer wieder nur, wo bei uns das Informationsloch ist], selbst und werden für kräftig Stimmung sorgen. Das mag nicht ganz alleine am Detroit Techno liegen, wie sich bei anderen Veranstaltungen am selben Ort feststellen ließ. Wir jedenfalls wünschen alles Gute zum 2jährigen, auf daß die Dinge noch besser werden mögen.
9 Tage später und ca. 3000m weiter westlich beginnt man im Jazzkeller gespannt die Blicke auf den DJ zu lenken. Denn dort ist am 26. April Patrick Forge zu Gast [schon wieder ein Informationsloch?!?]. Der Mann, der neben dem Auflegen in so legendäre Clubs wie dem Dingwalls oder der Bar Rhumba auch gerne seine Unterhosen liegen läßt, dürfte mittlerweile ja genug Interesse geweckt haben. Nochmal 7 Tage später erlebt Bag of Goodies (und damit natürlich auch Tübingen) seine erste legendäre Funk & Soul Nacht. Und dreimal dürft ihr raten, wer dort auflegen wird. [... ihr wißt schon: Informationsloch] ][ mb


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