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Das Zweite wellenfest und wasserlöslich | Free your mind |
Wunsch - Stellt Euch vor es hat einfach aufgehört BumBum zu machen. Alles hat sich aufgelöst, es gibt kein pattern mehr, keine systematische Klangerzeugung. Die Musik von ihren Zügeln befreit; ohne Metrum, ohne Tonart. Endlose Grenzen, grenzenlose Fantasien, trübe Unklarheiten verschmelzen mit Dissonanzen. Und das mit größter Präzision. Alles wird benutzt um sounds zu formen, sie den eigenen Gedanken anzupassen. Musik wie von Hand gemalt. NO PARENTAL ADVISORY. Alles ganz einfach zu erzeugen: a. kreative Klangsequenzen, verbunden mit monotoniehaft rauschenden Sphären b. durchdachte drumloops die auf wild umherirrende Bässe treffen, als ob es etwas alltägliches wäre c. keine Fokussierung, keinen Plan, einfach nur Lust und Hingabe. Wer es schafft sich zu lösen, alles hinter sich zu lassen und doch nichts zu vergessen, wird das Geheimnis finden. Wem es gelingt die Schranken seiner Synthesizer zu durchbrechen, der wird eine Spielwiese von ungeahntem Ausmaß vorfinden, die nur darauf zu warten scheint erkundet zu werden. Und mit ihr urbanes Leben, vielfältig und reichhaltig mit musikalischem Allerlei ausgestattet. Völlig voneinander abweichend und doch miteinander verbunden. Aktiviert das Bewußtsein, setzt es ein und gebraucht es. "Le sentiment est plus que la raison" wie Rousseaus so schön sagte.
FREE YOUR MIND - MAKE MUSIC
Traum - Die Prinzipien der methaphysischen Erkenntnis sind durch fünf Grundgedanken charakterisiert. 1. die vollkommene Vernunftsmäßigkeit des Universums; 2. die selbständige Bedeutung des Individuellen im Universum; 3. die vollkommene, gottgewollte Harmonie aller Dinge; 4. die qualitative und quantitative Unendlichkeit der Welt; 5. die Möglichkeit mechanistischer Naturerklärung. Die Methaphysik ist eine "Monadologie" d.h. sie betrachtet die Welt als Summe zahloser Ereignisse und mit Vorstellungskraft begabter Urseelen. Diese anmutenden Weltkonstruktion schien den damaligen Zeitgenossen als geeignetes Hilfsmittel die unüberbrückbaren Deutungsschwierigkeiten, in die eine rationale Behandlung irrationaler Gegebenheiten unausweichlich führt, zu bewältigen. Durch die lückenlose Abstufung der gedachten Urkräfte ist die Welt die Summe aller vorstellbaren Welten und somit zugleich die bestmöglichste Welt. Gleichzeitig ist die von Gott geschaffene Natur die unerschöpfliche Kraft, welche sich verbrennt, um aus ihrer eigenen Asche wiederum verjüngt aufzuleben. Und mit Ihr auch ihre vollendetste Schöpfung, der Mensch. Jedoch ist auch diese Schöpfung nie völlig der Vollendung nahekommend, sondern enwickelt sich laufend weiter, stets der Perfektion entgegenstrebend. Wenn sich unter den denkenden Geschöpfen dieses Planeten niederträchtige Geschöpfe befinden, die angesichts dieser Anlockungen dennoch im Stande sind, sich fest an die Dienstlichkeit der Eitelkeit zu heften, wie unglücklich ist diese Kugel, daß sie so elende Geschöpfe hat entwickeln können. Wie glücklich jedoch ist sie, da ihr auch ein Weg zu einer Glückseligkeit und Hoheit eröffnet wird, welche bei weitem der Eitelkeit erhaben ist.
Wirklichkeit - Hurra wir gehen zu Carl Cox. Vollendete Perfektion des Daseins. Wenn ich mir das Leben in unserem Städtchen so anschau, ist es vieleicht doch besser zu träumen. Wäre ich vernünftig, würde ich jetzt Nachrichten schauen und anschließend schlafen gehen. Stattdessen sitze ich hier, mit Ideen spielend, die wohl doch keinen interessieren. Denn Mensch ernährt sich halt doch von Brot, strebt nach Geld und sucht die Massen. Getreu dem Motto "ohne Moos nix los" besucht er die exklusivsten Veranstaltungen und verbringt die Nacht in luxuriösem Ambiente. Alles andere ist uninteressant und unwichtig. Und wenn man sich dann mal die Mühe macht etwas feines zu organisieren und dabei keine Kosten scheut, steht man meist alleine da (an dieser Stelle dankt die Redaktion den wenigen, doch treuen Besuchern des Urban Sound Clash '96). Dabei heißt minimal noch lange nicht beschränkt. Nobody is perfect - keine Kunst ohne Imperfektionismus, auch nicht in der Musik. Oder wie Rousseau bereits sagte "Le sentiment est plus que la raison !" ][ mb
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