Technics German DJ Champion-ships . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Spricht eine aus Buffaloschuhen, Feinripp-Unterhemden und weißen Karottenjeans bestehende modische Grundierung für ein Publikum, das sich für Turntablism interessiert? Bei allem Respekt, es fällt schwer, das zu glauben. Rufe nach den Residents während des Finales der deutschen DJ-Meisterschaften 1999 im Tarm Center in Frechen lassen auch nicht wirklich auf ein gesteigertes Verlangen nach Plattenspielerkunst schließen. Nein, diese Leute erschienen zu Ehren der ebenfalls angekündigten Klimpertechnoheroen Piet Blank und Paul van Dyk, nichts weiter. In diesem Lichte muß sich DMC als Veranstalter die Frage gefallen lassen, warum ein solches Event an einem Ort stattfindet, den die potentielle Zielgruppe ebenso meidet, wie der Teufel das Weihwasser, und mit einem Rahmenprogramm versehen wird, das offensichtlich derart abschreckend war, daß am Ende gerademal ein gutes Dutzend der Anwesenden wirklich wußte, um was es auf der Bühne ging. DMC ließ sich die Frage gefallen und argumentierte mit der schlechten Stimmung der letzten Jahre, als das Ganze im Rahmen der DJ-Convention in Bochum stattfand und die Teilnehmer teilweise beschimpft und ausgepfiffen wurden. Durch das Programm sei eine hohe Besucherzahl gewährleistet. In der Tat, das Wissen um die Ignoranz der Anwesenden dürfte den Finalisten etwas den Druck von den Schultern und das Lampenfieber genommen haben. Dahingehend ist auch die Entscheidung, die Eliminations unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchzuführen, nachvollziehbar und im Interesse der DJs zu unterstützen. Diese sollen dann auch, laut DMC, mit der Veranstaltung sehr zufrieden gewesen sein. Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack. Die Jungs auf der Bühne sollten sich einem Publikum gegenübersehen, das ihre Leistung zumindest in Ansätzen zu würdigen weiß und kommerzielle Dancefloormusik ist bei aller Liebe für den rollenden Rubel der denkbar ungünstigste Rahmen für eine DJ-Meisterschaft, bei der traditionell mit HipHop- und Breakdanceklängen gearbeitet wird. Es dürfte auch eher unproblematisch sein, eine in sich stimmige Veranstaltung marktgerecht zu plazieren. Sicher ein Pluspunkt des Konkurrenten ITF.
Das von Piet Blank sehr sympathisch moderierte Finale der besten acht war ansprechend, aber nicht unbedingt höchsten Ansprüchen genügend. Jedem Teilnehmer standen drei Minuten zur Verfügung, um seine Nervosität und springende Nadeln in den Griff zu bekommen und die Jury durch Scratches, Cuts und Backspinspielereien zu überzeugen. Ein 180-Sekundenspiel um alles oder nichts, dessen Sieger neben der heißbegehrten DMC-Championsjacke und netten Sachpreisen der Firmen Technics und Ortofon eine Reise zu den Finals in New York am 17. und 18. September erwartete. Am Ende war klar, daß DJ Hype aus Berlin und der Münchner DJ G-Spot die Nase vorn haben würden. Die Preisrichter entschieden sich letztlich für den bereits zweimal knapp gescheiterten G-Spot. Den Ausschlag gab wohl dessen Idee, den Fader bei den Backspins mit dem Fuß eines Plattenspielers zu bedienen. Allerdings dürfte sich der letzte deutsche Meister dieses Jahrtausends bei den Weltmeisterschaften im Hammersteen Ballroom sehr sehr schwer getan haben, das Finale der besten 12 zu erreichen, zu übermächtig scheint die Konkurrenz um Titelverteidiger Craze. ][ motik
Endergebnis der
Technics German DJ Championships:
1. Christian Bachmeier aka DJ G-Spot (München)
2. Marc Gärtner aka DJ Hype (Berlin)
3. Mike Komietzko aka DJ Mike (Berlin)
4. Michael Vogeler aka DJ Tha Joker (Zelle)
5. Luigi Comito aka DJ Sir Cut (Saarbrücken)
6. Olcay Akay aka Dj OJ (Düsseldorf)
7. Thomas Finkbeiner aka DJ Tre (Köln)
8. Can Actas aka DJ Exzez (Wuppertal)
Kultur en masse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kultur en masse bietet der Monat Oktober allen Tübinger Musikbegeisterten und selbstverständlich auch jenen, die solche zu werden gedenken. Neben Tübingens erstem Improvisationsfestival, schlicht Camp genannt, das seine avantgardistische Welt der freien Interaktion am 16. und 17. Oktober im Sudhaus präsentiert (bitte dazu das Thomas Maos Interview weiter vorne im Heft lesen), sorgen auch die ersten Jazz- und Klassik-Tage für genügend Abwechslung, sowohl in musikalischer als auch lokaler Hinsicht. Vom 20. bis zum 31. Oktober werden in gleich sechzehn verschiedenen Örtlichkeiten die an sich lebendigen Jazz- und Klassik-Szenen Tübingens sich und der Öffentlichkeit nähergebracht. Dafür sorgen neben Höhepunkt Dave Brubeck vor allem die lokalen Musiker, sowie der Einbezug des Dancefloor-Jazz in Form von Clubabenden im Depot (Jazzanova, am 30.10.) und im Jazzkeller (bei Bag of Goodies werden am 25. 10. zwei Court Jesters Crew-Mitglieder live ihre Bongos spielen). Doch damit noch nicht genug: Am 1. November ist erneut der Japaner Yosihiro Okino zu Gast bei Bag of Goodies und zelebriert zusammen mit Rainer Trüby den allmontaglichen Tanzabend im Jazzkeller. Russ Dewberry, Herr über die Jazz Rooms in Brighton, widmet sich dann am 30. November nicht minder gekonnt souligeren Gefilden zu. In Freiburg gibt es ebenfalls Anlaß zur Freude, denn dort dürfen sich Freunde des Freistils nun auch freitags aus den eigenen vier Wänden wagen. Bag of Goodies-Dame Emanuela de Luca wird im Jazzhaus zusammen mit Raimund Flöck und Rainer Trüby den Freitagabend zu einer wohltuenden Mischung aus Alt und Neu werden lassen. ][ mb
Ohne Worte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
DJ XYZ
Bristol, UK
1 Bad Company - Dubplate
2 Bad Company - Dubplate
3 Bad Company - Dubplate
4 Ed Rush and Optical - Dubplate
5 Ram - Dubplate
6 Bad Company - Dubplate
7 Bad Company - Dubplate
8 Ed Rush and Optical - Dubplate
9 Bad Company - Dubplate
10 Ram - Dubplate
How long before us up and coming dj's get hold of any of the major tunes of the moment? six months, a year? Where's the virus EP, the ram trilogy LP, or any tunes by badcompany that aren't 6 months old. The sound of DnB is changing so rapidly that anyone who isn't mates with producers or on a mailing list can't buy the tunes that they love, and want to play in their sets, and are getting left behind, some tunes are ground breaking classics, and will no doubt be played for years to come, but people want the new tunes and that is increasingly becoming something which a only the "good" dj's can provide them with. no-one wants to buy tunes that they've been hearing every time they go out for the last months, especially considering how much money the labels must make through the releases, and not all clubs can afford andy c et al, they may have to make do with their "unheard of" residents, so think about how many more people could be exposed to the new material.
Sorry if this is a rant but it has to be said, it's getting ridiculous.
DrumnBass Arena Top 10s
Sunday, September 05, 1999 at 23:27:44
http://www.breakbeat.co.uk
DrumnBass-Shortys . . . . . . . . . . . . . .
Die deutsche DrumnBass-Arena: Wer z. B. wissen will, wann, wo und welcher DnB-DJ in Deutschland gerade die 1210er dreht, sollte sich auf http://www.drumandbass.de begeben. Ein weiterer Schritt, die deutsche DrumnBass-Szene zu vernetzen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wer glaubt, daß sich die Jungs von Don-Q auf die faule Haut gelegt haben, sollte sich schleunigst eines besseren belehren und auf http://www.loopnet.de gehen. Loopnet bietet jedem die Möglichkeit seine eigenen Songs in MP3 hier zu veröffentlichen. Und damit nicht genug. Thorsten Birk: Wir wollen demnächst einen Vinyl-on-demand-Service anbieten, d.h. einige ausgesuchte Tunes werden zur Abstimmung angeboten: Wer wird 12" des Monats? Bei ausreichend vielen Vorbestellungen können wir dann pressen und zu einem fairen Preis anbieten! Das gleiche können wir natürlich auch den assoziierten Label anbieten.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Britney Spears sorgte jüngst für Aufregung auf der DrumnBass-egroups-Liste (drumandbass@egroups.com). Bei den MTV Music Awards glänzte ihr Auftritt angeblich durch knackige DrumnBass-Beats im Hintergrund. Eine Booking Agentur aus NYC plant jetzt eine B. S.-Tour mit DnB-DJs. O-Ton: Britney fährt schon lange auf DrumnBass ab, vermutlich schon bevor Brown Paper Bag MTV stürmte. Statement DJenz (http://www.drumandbass.de): Man sollte das alles nicht so ernst nehmen. Es zeigt doch nur, wie viele Pop-Produzenten inzwischen auf den Sound abfahren und davon beeinflußt werden. d&b into the next millennium..... Recht hat er. Selbst Xavier Naidoo driftete bei seiner letzten Tour in jene Gefilde ab... . . . .
Weekly. Da tut sich was. Immer weniger Raves, immer weniger UK-DJs und immer mehr wöchentliche Sessions. Hard:Edged (jeden Freitag @ WMF/Berlin) und die Wednesday Breaks (jeden Mittwoch @ Unique Club/Düsseldorf) haben sich bereits etabliert. Neu hinzu kommen Nu:Dimensions vom Dimensions-Macher DJ Linuz, ab 20. Oktober jeden Mittwoch im Prag/Stuttgart mit Residents Linuz/Daniel Savine/Lightwood und jeden Samstag das Stockwerk in Karlsruhe mit Residents Risk Industries/Demolition Rollers/Retro Lounge Soundsystem.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Alben, auf die wir uns freuen: John B - Catalyst, Bad Company Inside the machine, Matrix Sleepwalk, J-Majik Night Vision, Photek Sub Zero, Ram Trilogy Molten Beats, V. A. Armaggedon Renegade Hardware, Trace & Co DSCI4, Krust Coded Language. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bassface Sascha erweckt nun doch nicht sein Smokin Drum-Outlet zu neuem Leben, sondern startet zusammen mit Sebel (Berlin) das Label Machine . . .
Digital gründet eigenes Label Phantom Audio mit verstärkter Suche auch nach außerbritannischen Acts. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kleine Korrektur zu ouk-Ausgabe 019: "Bugz are in the attic" heißt das Label, das Seiji mit seinem Freund starten wird. Und Black Beat Productions aus Heidelberg heißt immer noch genauso, denn Gutbucket ist sein Bruder. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Meditation wieder da. Die Mayday der Jungler kommt wieder. Tedeum (Breakz, Sonic Science,...) haben sich der Sache angenommen und mal schauen was am 30. Oktober in der neuen 5000er Location, der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen/Rhein, sich alles zutragen wird. Das Line-Up verspricht jedenfalls eine gesunde Mischung (siehe OnTour). ][ lightwood
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