OUK das vierund20ste ± zugänglich & reichhaltig ± April/Mai 00 Bla & Blub

Stylewars 2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Jugendhaus Mitte. Auch wenn das Organisationstalent der Veranstalter eher eine Frage der Chaostheorie als ein Attribut sein dürfte, war Stylewars 2000 eines der seltenen Events unseres heißgeliebten Talkessels, das sich weit über den Durchschnitt abhebend in das Gedächtnis der Beteiligten einprägen dürfte. Das Konzept einer MC- und DJ-Battle sorgte für interessante Eckpunkte einer trotz der extremen Hitze rundum gelungenen Veranstaltung. Für Stuttgart eher ungewöhnlich war auch das musikalische Begleitprogramm dank der DJs Razor und Kollegen absolut amtlich und nicht von nervtötendem Populärbrei verkleistert. Den Titel des besten MCs des Abends teilten sich Lokalmatador Karibik-Frank und Publikumsliebling Torwart, die sich im Finale nichts schenkten und den Laien staunend die Frage stellen ließen, wie man 10 Minuten lang ohne Kreativitätsverlust ‘in your face’ freestylen kann. Weniger hochklassig war die vorherige DJ-Battle, deren Ergebnis schon vor dem Finale feststand, denn der einzige wettbewerbsfähige Mann an den Reglern war der Stuttgarter Excalibur, dem aber "dank" der unnötig verbreiteten Hektik des "Moderators" vor lauter Nervosität auch nicht alles gelang. Jedenfalls ist der ein guter und wahrscheinlich erweitert sich diese Einschätzung auf seine bevorzugte Musik, denn warum sonst sind die technisch Besten in dieser allzu oft angstvoll um ihr hitliebendes Publikum besorgten Stadt nicht auch die Meistgebuchten?
Ein weiterer Pluspunkt der Veranstaltung war die von manchen als Manko gesehene durch die frühe Sperrstunde unumgängliche Anfangszeit von 19 Uhr. Wer sich an Lightwoods "Too loud - Too late"-Artikel erinnert, kann sich denken, warum. Um ein Uhr nachts konnte man im Anschluß an einen erfüllten Abend zufrieden in das Reich der Träume versinken, ohne den ganzen nächsten Tag unter den Folgen einer durchzechten Nacht leiden zu müssen. Warum es cool sein soll bis 9 Uhr morgens mit furchtbar gräßlichen Ringen unter den Augen unterwegs zu sein, sollte eine Frage der künftigen Trendbildung sein. Wie auch immer, tolle Party, die Lust auf mehr macht. Ebenfalls sehr nett war am selben Ort die 1 to 1 B-Boy-Battle, bei der der Stuttgarterin Andrea der Sympathiepreis zugestanden hätte und Saigon aus Berlin nach einer unverständlichen Niederlage schon in der ersten Runde, als lucky looser noch Platz 2 erreichte. ][ motik

Gratulation an den Partysan BaWü, der sein fünfjähriges Bestehen feiert. Weg vom reinen Party-Nightlife-Guide hat sich das A6-Heftchen zum Pocketmag mit ausführlichen Interviews, umfangreichen News und kritischen bis lustigen Artikeln gemausert und hebt sich somit von allen anderen A6-Mags ab. Gefeiert wird am 5. Mai im Zapata in Stuttgart.
Der Sub Culture Media Verlag in Stuttgart ließ ein neues Heft im A5-Format das Licht der Welt erblicken: whitelabel. Positiv auffallend war das schwarz-weiße Layout. Ansonsten jede Menge DJ-Charts. Hm. Wir warten gespannt auf weitere Ausgaben. ][ lightwood

Rampenweihe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Meinungsforschertruppe Shakaree präsentieren dieses Jahr die Fortsetzung ihrer letzjährigen BetriebNetz7-Versuchsreihe, jetzt Rampe 17 genannt. Dabei wird vom 28. April bis zum 7. Mai vorgeführt, gefeiert und höchstwahrscheinlich auch getanzt. Neben offizieller Rampenweihe mit Blaskapelle und mobilem Freibier dürfte der Zockerabend am 29. April, mit diversen Flippern, dutzenden Playstations und stilechter Pokerhölle und die Pottheadz III Release-Party am 6. Mai mit DJ Bym, Max Mars an den Turntables, sowie live Future Loop Foundation und Heim Elektronik besonders besuchenswert sein. Stattfinden wird das ganze auf dem ehemaligen Bundeswehr-Boden in Bochum. ][ mb


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