OUK das dreißigste ± verbindend & quirlig ± April/Mai 01 Gespaltene Töne

GESPA
LTEN
ETÖ
NE

Psyco on da bus - Comet
Man darf es gleich vorweg nehmen: Was Tony Allen und Doctor L hier mal wieder angestellt haben, übertrifft nicht nur die kühnsten Erwartungen, sondern auch alles, was in letzter Zeit in Sachen Jazz, Soul, Afrobeat oder was auch immer gelobt und empfohlen wurde. Hauptsächlich während Tony Allens US-Tour auf einem G3 aufgenommen und anschließend im Studio bearbeitet, erfreuen sich alle Stücke sowohl technischer Raffinesse, als auch musikalischer Freiheit, wie sie eben nur beim Live-Spiel zustande kommt. Auf Grund einer Bandbreite, die von abstraktem, experimentellem Afrobeat über Tränen rührenden Rare-Groove bis hin zu Gospel reicht, bietet dieses Album eine Abwechslung, die man sonst so sehnlich vermißt, wenn man sich entweder mit ruhigen Wohnzimmerproduktionen oder Ansammlungen von Tanzflächen-Hits begnügen muß. „Psyco on da bus“ hingegen vermittelt sehr anschaulich, wie aus einer gemütlichen Jamsession während einer Busfahrt ein hysterisch abhottender Mob wird. ][ mb

Paul Brtschitsch - Venex - Frisbee Tracks
Der Mann mit dem unaussprechlichen (,aus dem Kroatischen kommenden) Namen hat erneut zugeschlagen. Nach seinem von mir damals (im Febr. 2000) euphorisch besprochenen Erstling in Albumlänge, Surftronic, legt er hier nach, ohne auch nur einen Deut seiner herausragenden kompositorischen und produktionstechnischen Brillanz zu verlieren. Er ist einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige Protagonist aus der sogenannten neuen deutschen Technoszene, dem man einen wirklich eigenen Sound bescheinigen kann, ohne damit eine klischeemäßig abgegriffene Formulierung zu benutzen. Ob’s nun seine Vergangenheit im Frankfurter Kultclub Omen oder seine Orientierung an der minimalistischen Schule von Jeff Mills ist, mag dahingestellt bleiben, aber eine auf längere Dauer tragfähige Konzeption in Sachen Sounds, Arrangements und Beats hat sich jedenfalls inzwischen deutlich herauskristallisiert. Zudem gestaltet Brtschitsch nicht nur ausgezeichnete Einzeltracks, sondern verbindet sie durch ihre ausgeklügelte Abstimmung in begeisternden Spannungsbögen zu einem, das klassische Attribut „künstlerisch wertvoll“ verdienenden Gesamtwerk-Eindruck, der noch mal eine Art Extra-Qualität zum Vorschein bringt. Ein Vergleich dieses zweiten Albums mit dem ersten führt dabei nicht zu einer polaren Abwägung, sondern zur Erkenntnis, daß Venex eine konsequente Fortsetzung und beeindruckende Weiterentwicklung von Surftronic darstellt. Bleibt nur noch die Bitte um mehr und die Vorfreude auf die Remixe. ][ hve

Modaji - One And The Same - Laws Of Motion
Wie die meisten Veröffentlichngen aus der Szene West London wird auch dieses Album von viel Geraune über die Zukunft begleitet. Das einzige, was an Dominic Jacobsen erstem Album futuristisch ist, ist der Umstand, dass es slicke Soul-Musik im modernen Gewand wohl immer geben wird. Stimmen gibt es reichlich, und jede einzelne könnte samt dem sie umgebenen Arrangement ein Highlight oder wenigstens eine sichere Bank innerhalb eines eklektizistischen DJ-Sets in der Lounge um die Ecke sein. Im Paket allerdings gönnen sie einem einfach keine Pause: Wenn die Deepness bei jeder Gelegenheit im Zehnerpack um die Ecke kommt, bleibt von ihr nicht mehr übrig als Zuckerguss. Schicht um Schicht gießt Modaji davon ins Getriebe seiner perlenden, aber mit den Synkopenlabyrinthen der in diesen Fragen immer noch maßgeblichen I.G.Culture oder Joakim Lone nicht im Ansatz konkurrierenden Beats. Höhepunkte finden sich dazwischen leider kaum. Wozu in neu hören, was es auf tausend und einer Platte schon in gut gibt?
][ mandel

VA - Channel One - Maxwell Avenue Breakdown - Pressure Sounds
Mitte der Siebziger produzierte das Channel One Studio und Label der Brüder Hookim den Ruling Sound von Kingston. Rückgrat der Erfolgssory war die Rhythmsection um die eben erstmals aufeinandergetroffenen Sly&Robbie, die nicht zufällig den Namen Revolutionaries trug. Sie frisierten die Riddims des Rock Steady zum neuen Rockers-Sound, über den deejays wie I-Roy oder Dillinger und Sänger wie die Mighty Diamonds oder Wailing Souls die militantesten und sozialkritischsten Texte ihrer Zeit legten. Das Schaffen des Studios mit seinen assoziierten Labels Well Charge, Disco Mix, Hitbound und Steady wurde von den Re-Issue-Spezialisten von Pressure Sounds bereits in zwei Compilations gewürdigt. Die vorliegende dritte Edition verzichtet ausdrücklich auf Stimmen und präsentiert eine feine Auswahl rarer B-Seiten mit Instrumentals und einigen Dub-Versions. Für Addicts ein Muss, aber auch für Quereinsteiger, z.B. aus der plattenauflegenden Zunft vielseitig verwendbar: als Tool, als Playback für MCs auf Reggae-Pfaden (das werden wir in diesem Sommer wohl noch häufiger erleben), als Sample-Quelle...oder schlicht als unerreichbares Vorbild für einen unsterblichen Sound. ][ mandel

VA - Compost Community - Compost
Kurz vor der 100. Veröffentlichung legt man bei Compost noch schnell einen Zwischenstop ein, um sich vor allem all jenen Musikfreunden zu widmen, die nicht gewillt sind, jede Compost-Maxi einzeln zu kaufen. Compost Community beherbergt die besten Veröffentlichungen der letzten Monate und lockt gleichzeitig mit einigen bislang noch unveröffentlichten Stücken und Mixen. Swag’s Vocal Mix von „The Season“ unterlegt Beanfields Ballade mit dem für die Briten typischen Off-Beat-House-Rhythmus und dezent groovenden Percussionen. Procreation und A Forest Mighty Black sorgen mit neuen Stücken für einen kleinen Vorgeschmack auf ihre zukünftigen Alben. Beide in recht melancholischer Art und Weise, mal im etwas schnelleren Boogie-Tempo, mal im gemächlichen, hüftergreifenden Downbeat-Gewand. ][ mb

VA - Space Night Vol. VI - Electrolux
Präsentiert von Aural Float und zusammengestellt von Alex Azary, einem der solidesten Chill-out-DJs, knüpft die mittlerweile sechste Compilation aus untermalenden Sounds eines der beliebtesten TV-Nachtformate nahtlos an ihre Vorgängerinnen an. Auf zwei CDs geben sich Tracks aus dem Dub-Trip-Hop-Trance-Bereich mit eindeutigen Chill-Qualitäten ein kosmisches Stelldichein in der musikalisch-atmoshärischen Tradition der inzwischen sechs Jahre alten Space Night des BR, einem der in manchen Bereichen (Hörfunk!) fortschrittlichsten deutschen Sender. Geläufige Namen wie Tosca, De Phazz, Thievery Corporation oder Groove Armada vereinigen sich hier mit weniger bekannten Acts zu einer hervorragend abgerundeten Soundreise auf hohem Niveau, die bei weitem nicht nur die Herzen der Science-Fiction-Freunde höher schlagen lassen dürfte. ][ hve

Mathias Schaffhäuser - Love & Business - Ware
Nun veröffentlicht Matthias Schaffhäuser also tatsächlich ein Album auf seinem eigenen Label und steigt gleich völlig ungeniert in die Popwelt der 80er ein. Gott sei Dank entschwindet er dieser wieder ganz schnell, um zu gewohnt deepen 808-Klängen und Stakkatobässen zurückzufinden, ohne dabei all zu sehr auf die Tanzfläche zu schielen. ][ mb

Continuous Mode - Disinformation Design - Klang
Andy Mellwig, der zusammen mit Tomas Köner auch als Porter Ricks firmiert, bastelt eifrig an seiner „Continuous-Mode-Software“, mit deren Hilfe er es sich zum Ziel gemacht hat, dem DJ seine Platten zu rauben. Mit „Disinformation Design“ erfolgt nun eine erste musikalische Umsetzung dieses Versuchs, der den Hörer erst einmal mit raumfüllenden, quasi-orchestralen Flächen zu erschlagen droht. Passiert aber nicht, denn schnellt schlägt Mellwig in eine andere Richtung um, schafft Raum für Details und eigene Interpretationen und scheut sich auch vor ordentlich treibenden Beats und knarzenden Bässen nicht. Mit fortschreitender Spieldauer begibt man sich so immer tiefer in einen Strudel aus Sounds, Melodien und Geräuschen, die einen unaufhaltsam mitreisen. ][ mb

Llorca - Newcomer - F Comm.
Es tut gut zu wissen, daß es noch Produzenten gibt, die sich ernsthaft mit der Verknüpfung von Jazz und Elektronik auseinandersetzen, anstatt einfach in gepflegter Runde mit Freunden willkürlich die Keyboardtasten zu drücken und dies anschließen musikalische Freiheit zu nennen. „Newcomer“ ist also ein Album, daß vor allem durch Soul und Jazz, viel mehr aber noch durch seine gekonnte Zusammenführung von Beat und Melodie besticht. Sei es der Gesang von Nicole Graham, die auf „Indigo Blues“ auf verführerische Weiße dem treibenden Groove erst richtig Leben einhaucht oder seien es die diversen Saxophonauftritte, die immer wieder für Abwechslung und Ruhe zugleich sorgen - stets finden warmer Soul und abstrakte Elektronik zu einem äußerst vielfältigen und doch aussagekräftigen Ganzen zusammen. ][ mb

Shantel - Great Delay - K7
Ja, es hat lange gedauert, bis Stefan Hantel wieder zurück ins Studio gefunden hat. Doch das warten hat sich gelohnt: gelungen verbindet „Great Delay“ Frankfurt/Main mit Tel Aviv, schmeichelt mit zarten arabischen Klängen, treibt den Tänzer mit kraftvollen Housebeats voran und klotzt ohne Kitsch. Alles sehr, sehr deep und betörend. Shantels Israelaufenthalt hat sich bezahlt gemacht. ][ mb

MC Conrad pres. Logical Progression Level 4 - Good Looking
In umfangreicher Ausführung präsentiert man das letzte Kapitel der legendären Serie, die LTJ Bukem damals den Durchbruch im massenkompatiblen Cafémusik-Sektor brachte. Drei Sektionen unterteilen sich wie folgt: neue Tracks von MC Conrad, exklusive Studioaufnahmen compiled by LTJ Bukem und zuletzt Remixe der Tracks von MC Conrad. Auf welcher CD und welchem Vinyl sich was befindet, muß der geneigte Leser selbst rausfinden. Das würde den Rahmen einer Plattenrezension sprengen. Conrad zeigt sich in unterschiedlichen Gewändern: mal als melodramatischen Sänger (‚Halcyon Voyage‘), mal als leicht chattenden Rapper (‚Energetic Poetry‘, ‚Strategies & Plans‘), mal als vortragenden Lyricist (‚Dawn Of Harmony‘) und mal überläßt er dem weiblichen Geschlecht das Mikrophon (‚Logical‘). Die Melodien gehen ins Ohr – keine Frage. Die Frage mag sich lediglich dem einen oder anderen stellen, ob das Ganze an manchen Ecken nicht doch zu poppig oder gar ‚cheesy‘ wirkt. Die dreiköpfige Band Fuse stand Conrad zur Seite und sorgt für Live-Charakter mit eingespielten Soli sowie E-Gitarre, die nicht zu überhören ist. Organische, sehr bewegliche Beats und zurückhaltende, aber groovige Bässe bilden das Grundgerüst für den sehr melodisch anmutenden Teppich und Conrads einprägsamer Stimme. Mission erfüllt. Den Höhepunkt stellt trotz alledem der Teil mit Bukems Studio-Exklusivitäten dar. Es zeigt, daß da noch so manche Schätze rumlagen, die sich aus dem einheitlichen Good Looking-Sammelsurium rausheben. Herausheben nicht im Sinne von anders zu klingen, sondern im Sinne von essentiell zu sein. Big Bud glänzt mit schwermütigem Bass, J-Laze mit eingängiger Piano-Line in alter Omni Trio-Manier, Nookie hat die toughesten Beats und Makoto zaubert ein originelles Jazz-Monster. Last but not least die Remixe, welche eine schöne und hilfreiche Ergänzung für den DJ darstellen, da größtenteils Conrads Vocals fehlen, jedoch nicht wirklich von Nöten gewesen wären. ... Ob Level 4 wirklich ‚The Final Chapter‘ ist? ][ lightwood

Self Scientific - Self Scientific - Sol Music Works
Nachdem sie auf dem „Soul Assassins 2“-Album vertreten waren und mehrere Auftritte mit Cypress Hill hatten, veröffentlichen Self Scientific nun ihr eigenes Album. Mit klassischen Beats und Lyrics wähnen sich MC Chance Infinite und DJ Khali eher ruhig und spielt so den Gastrappern Planet Asia, Krondon & Kombo die Aufmerksamkeit zu. Eindringlich wird versucht, dem Hörer eine Botschaft zu übermitteln, was in meinem Fall aber mitunter daran scheitert, daß die mir vorliegende Pressekopie der CD mit einem alle 20 Sekunden ertönenden Störpiepser versehen wurde, was es unmöglich macht, sich auf das an sich schöne Album tiefer einzulassen. Schade. ][ et

VA / Pascal F.E.O.S. - HR3 & HR-XXL Clubnight Vol.4 - V2
Die vierte Compilation der seit 1990 existierenden und inzwischen mit mehreren Medienpreisen bedachten hr3-Clubnight, der anscheinend erfolgreichsten DJ-Mix-Sendung in Europa. Wieder stammen Tracklisting und Mix von einer renommierten Persönlichkeit, nämlich dem in Technokreisen wohlbekannten DJ, Producer und Remixer Pascal F.E.O.S.. Der erste Teil dieser Doppel-CD zeigt sich insgesamt etwas ruhiger, wenn auch in seinem Verlauf von Steigerungen in der Intensität geprägt. Auffällige, aber dennoch dezent plazierte Sounds prägen das Bild in einem durchaus gefälligen, aber unaufdringlichen harmonischen Rahmen, wobei einige Stücke (etwas leiser gespielt) sogar überraschendes Chill-Potential besitzen. Die zweite CD geht dann mehr „zur Sache“: härter und treibender, ohne dabei wirklich unangenehm zu brettern - im Club dazu bestimmt, die Crowd in Ekstase zu bringen. Mix und Auswahl (dabei u.a. Banned-X, Villalobos, The Gadgets, Jackmate vs. Nick Reiff, Toni Rios, Monika Kruse, Chris Liebing, Luke Slater oder the master himself) überzeugen gleichermaßen und dürften für die meisten Technofreunde zu einem wertvollen Tonträger werden.
][ hve

Herbert - Bodily Functions - K7
Zweites Album mit Dani Siciliano, die das Klangbild (subjektiv) klar zu dominieren scheint, aber keine Angst: Handwerker Herbert hat mehr Sounds, Samples und Gimmicks versteckt, denn je zuvor. Klanglich setzt „Bodily Functions“ dort an, wo „Around the house“ aufhörte. Klassisches Piano mit herrlichem Sophran-Gesang säuseln aus den Lautsprechern und lassen alle Probleme dieser Welt nichtig erscheinen und selbst ein einfachstes „Eieieieiei“ scheint eine tiefere Botschaft übermitteln zu wollen. Die Stimmung, die sich beim Hören des Albums einem die Seele emporfrißt, ist so warm und blendend wie die Sonnenstrahlen eines frühen Sommertages - leicht, mit etwas Melancholie getragen, betörend, erhaben. All das liegt wohl an den klassischen und klar skizzierten Strukturen, den „herkömmlichen“ Arrangements, die wohl das Ergebnis von Herberts immer erwähntem Musikunterricht zu sein scheinen. Stets aber lugt dabei ein „dreckiges“, verkratztes Sample hinter einem klassischen Klangteppich hervor, um das harmonische Duett zwischen Dani und Matthew (als braves Gegenstück zum immer noch verspielten Herbert) gekonnt zu stören. Herbert wird wieder in aller Munde sein! ][ mb

VA - Bip Hop Generation [v.2] - Bip Hop
Nach dem Öffnen des Digipacks und den ersten Drehungen der silbernen Scheibe beginnt auch schon die Welt drum herum in Schwingung zu geraten. Angetrieben durch die 20 elektrifizierenden Stücke, transferieren die sechs Künstler B. FLEISCHMANN (Österreich), AROVANE (Deutschland), WARMDESK (USA), KÖHN (Belgien), WANG INC: (Italien) und L. PERNICE (Frankreich) die Umgebung in ein fastglobales Klanguniversum. Zwischen experimentellen Klangsäulen klettern innovative Rhythmusgebilde aus sphärischen Sümpfen. Je nach Klangforscher gleicht ihr Aufkommen einer sanften Rauchschwade, während andere sich schleppend empor schrauben. Extreme wie Geborgenheit und Befremdlichkeit, Stille und Geräusch sowie Struktur und Chaos ergänzen sich harmonisch zu einem Ganzen. Vielschichtig verweben sich abstrakte Ebenen in einer kristallklaren Umgebung um so eine gewisse friedliche Unendlichkeit zu verströmen. Nur selten finden sich Anklänge an bereits da gewesene Musikwelten, was wohl nicht zuletzt mit ein Grund für den spannungsgeladenen Hörgenuss ist. ][ g

Me/Myself & I Prod. - Face The Bass
Thomy Waneck, welcher sich hinter MMI Prod. verbirgt, hat sich mit dieser CD auf den Weg in die Tanzhalle gemacht, will sagen, sie ist nicht mehr so dubig wie das Erstlingswerk („Tow Steps Forward, One Step Backward„). Was mit unter auch an den Gästen der CD liegen dürfte. Es sind wesentlich mehr Vocals vertreten. Zu den Gästen gehören u. a. Teile der Court Jester`s Crew und des Shake A Leg Soundsysthems, so wie die MC`s Lee Cloud, Subzero und Tawfig. Dub ist die Basis zu der sich Hip Hop und Dancehall gesellen, manchmal ist es auch etwas funky. Dem Soundtüftler Waneck ist auch dieses mal wieder ein rundes Ding gelungen, welches auf seine Art und Weise an den Vorgänger anschließt. Bleibt nur zu hoffen, daß die CD auf mehr Interesse und Aufmerksamkeit stößt, als bei der Release-Party. ][ mo’

Laurel Aitken with Court Jester`s Crew - Jamboree - GRO-LP 048
Endlich hat der Meister wieder neue Stücke abgeliefert! O.k., ganz neu sind von den zwölf Stücken nur fünf, der Rest sind entweder Coverversionen (Van Morrison und Curtis Mayfield) oder alte Sachen neu eingespielt. Die Zusammenarbeit mit der Tübinger Court Jester`s Crew erweist sich als gute Wahl. Diese musikalisch aufgeschlossene Band begleitet den „Godfather of Ska„ durch ihr Können und durch ihre Energie perfekt. Das beidseitige Gespür für Melodie und Arangemant ergänzt sich hervorragend. Mal wieder Ska und Rocksteady, der direkt vom Ohr über das Herz in die Beine geht. ][ mo’

VA - Studio One Rockers - SJR 48
Auch mit diesem Doppelsampler ist Soul Jazz Records wieder mal ein großer Wurf gelungen. Nicht nur, daß die gewohnte Sound-, Vinyl- und Coverqualität geboten wird, sondern auch die Zusammenstellung der Künstler, wie Marcia Griffiths, Horace Andy, Jackie Mittoo, Prince Jazzbo oder den Skatalites, gibt einen sehr schönen Einblick in das Lebenswerk von Clement „Sir Coxsone„ Dodd, mit seinem Studio und Label „Studio One„. Dieser Sampler schließt nahtlos an die „Dynamite„ Serie von Soul Jazz Records an und ist ebenso ein Muß für jeden Liebhaber jamaikanischer Musik. ][ mo’

Ltd. Noise - About Eight Minutes - multiColor recordings
Peter Gill (Ex Frankie Goes To Hollywood) zusammen mit Paul Fischmann (Re-Flex) einen Trip durch die Wunderwelten der Rhythmik. Gleichförmig begleiten jazzige Bestandteile die audielle Reise durch neun synthetische Klanggebilde, in denen sanft eingebettet vereinzelte organisch-akustische Anklänge, Trompetenfragmente und Samples aus lang zurückliegender Zeit aufkeimen. Ein fast schon simples Prinzip das sich mehr durch seine außergewöhnliche Ausarbeitung auszeichnet. Jede Spur, jeder Break, jedes neue Rhythmusgerüst scheint fast chirurgisch in das Gesamtkonzept eingearbeitet zu sein. Dabei finden sich Anklänge aus der weit in die Vergangenheit zurückreichenden musikalischen Erfahrungen der Beiden ebenso wieder wie moderne Experimentierfreude. So könnte sich auch eine Fusion aus Herbie Hancock, Mike Ink und Angelo Badalamenti anhören, bei dem Nils Petter Molvaer vorbeigeschaut hat. ][ g

Jean-Michel - New Medium Softpack - Eleganz
Unglaubliche Stielvielfalt dient als Grundlage für dieses weitere Release auf Eleganz. Weit weg von stressigen Arrangements der Soundtrack zum Frühling. Downbeat, herberteske House-rhythmen, ausbrechende Breaks, beschwingte Stücke sowie Breakbeateinflüsse als Dünger, lassen eine faszinierende Weite aufblühen deren Farbenreichtum sich nicht nur in den 11 Stücken wiederspiegelt (Bonus on CD only), sondern schon in den Einzelwerken selbst ein weitgefächertes Spektrum eröffnet. Angenehm umschmeichelt dabei der verspielte Umgang mit den einzelnen Stilelementen, die neben dem Einsatz organischer Klangquellen einen weichen Verlauf im Inneren eines jeden Titels generieren, den Hörer. Und was zurückbleibt ist ein bezaubernd positives Echo. ][ g

Kid 606 - Down with the scene - Ipecac
Nahezu alles aus den unergründlichen Tiefen verätzter Platinen hervorgezaubert prasselt von dem ersten der 17 Tracks an ein wahres Gewitter hernieder. Punk, Elektro, Techno, Noise, heavy Listening, Breakbeat, Drill´N´Bass und vereinzelte Spuren von Ambient. Alles wild durcheinandergewürfelt und noch mal kräftig vermischt, bevor es in bester Digital Hardcore Manier die Membranen auf eine qualitative Zerreißprobe stellt. Was anfänglich etwas unkontrolliert wirkt, erschließt sich beim wiederholten Abspielen als fragiles Gerüst aufeinander abgestimmter Geräusche. Für manche wohl anstrengend sich diese Materie zu erschließen; für Freunde des Genres aber sicherlich ein neues Highlite, das mit seinem eigenständig verdrehten Wahnsinn diesem eine innovative witzige Sparte angedeihen lässt. ][ g

Protein - Süß - Gomma
Folkloristische Einflüsse aus Tausend und einer Nacht über leicht melancholisch verhaltenen Rhythmusgebilden. In einer Welt in der jeder Ton genug Raum für seine akustische Entfaltung findet. 70'er Jahre Spacerock Romantik neben ambientorientierter Strukturforschung. Instrumentisierte Stereoeffekte in einer brilliant ausgesteuerten Räumlichkeit. Visionen von Computerspielszenen in Spielfilmlänge. Sanft überleitende Verzerrungen und überraschende Breaks als kontinuierliche, detailverliebte Spannungsbögen. Ebenso "Süss" wie die Namen der einzelnen Stücke: rösti, aspic, naturtrüb, karottensaft sowie neben neun weiteren den fast fühlbaren Griess. ][ g

VA - Braindance - Rephlex
Anfänglich etwas enttäuscht, auf dem 100. Release des Labels von Grant Wilson-Claridge und Richard D. James (alias AFX) bis auf einen Titel lauter Bekanntes zu hören, stachen schon bald die Remixversionen besonders hervor. Hier nahm sich AFX, Baby Fords "Normal" an, während sich Tom Jenkinsen alias Squarepusher seines eigenen Stücks "Psultan" der Chaos AD (Rephlex 59) widmete. Immer weiter wuchs die Begeisterung, je mehr mir auffiel, wie lange manches Vinyl nicht mehr unter die Nadel gelegt wurde. Häufig glitten die Finger durch die bunt vergangenen Cover, mit unglaublicher Freude an der Retrospektive. Vor allem aber diejenigen, welche noch nie auf dem experimentellen Boden des Labels Gehversuche unternahmen, wird ein ehrliches und ausgewogenes Bild geboten. Auch wird deutlich, warum gerade hier Luke Vibert, Squarepusher, Mu-Ziq und andere ihre ersten Veröffentlichung herausbrachten. Steht doch Rephlex schon immer für unterschiedlichste, ungezwungene Darstellungsformen musikalischer Darbietung. Dabei wird sicherlich viele wundern warum ihnen dieses Labelkonzept mit seinen mannigfaltigen Künstlern wie u.a. Drexiya, Atom Heart's Lisa Carbon Trio, The Gentle People, Bochum Welt, DMX Krew, ..., nicht schon vorher aufgefallen ist. ][ g

VA - Earius - Auric Enterprisis
Nicht wirklich etwas Neues dem Zuhörer bietend sind fast alle der 12 Titel sehr stark im Downtempobereich angesiedelt. Dennoch findet sich selten eine Copilation, die so ein breites Spektrum an Künstlern, unterschiedlichster Stilrichtungen, so gut zusammengestellt vereint. Mag sein, daß es an der Stielvielfalt liegt, oder aber dem Gesamtkonzept, aber ein wirklicher Höhepunkt kristalisiert sich auch nach häufigem Hören nicht heraus. Auf der anderen Seite läßt sich durch diese Phänomen die Spieldauer mittels SHUFFEL & REPEAT äußerst angenehm ins Unendliche ausdehnen. Unmerklich. ][ g

Anubian Lights - Naz Bar - Crippled Dick Hot Wax
Zu Beginn eröffnen Len del Rio und Tommy Grenas, die sich hinter dem Projekt aus L.A. verbergen, die Wiederbelebung des Jungle Exotica Stil der 60ér-Jahre-Easy-Listening-Welle. Vermischt mit orientalischen Filmmusikfragmenten modifizieren sich die orchestral wirkenden Stücke; sanft, ja eigentlich unmerklich. Und ganz plötzlich beherrscht eine ganz neue Stilrichtungen, basierend auf Krautrock und 80ér-Synthie Pop, den Moment. Eine hypnotisch tanzbare Kuriositätenschau, bestehend aus vielschichtig übereinandergelegten Ethno-, Beatbox-, Funk- sowie Filmsound-trackmaterialien. So sexy wie eine lockende Verführung. Daneben ein ganzes Soundlabor in die Jahre gekommener Klangerzeugungsmaschinen. Einer nach dem anderen scheinen die einzelnen der 14 Tracks sich immer weiter anzutreiben. Bis an einem Punkt mit ‘’Outer Space Music’’ alles in sanft synthetischen Winden verhallt. ][ g

Schnute - Foulcrey - Lab
Schnute ist zunächst einmal als Live-Projekt geboren worden. An der Live-Umsetzung in Form von Elektronik kombiniert mit handgemachter Musik hat sich schon so manch einer die Zähne ausgebissen. Schnute sind auf dem richtigen Weg. Verantwortlich dafür ist der Kopf der Truppe, der Stuttgarter Axel Hanfreich, der mit seiner Crew eine sehr fähige Schar Stuttgarter Musiker zusammentrommeln konnte. Und wenn hier von ‚live‘ die Rede ist dann meine ich auch ‚live‘! Problematisch wird an dieser Stelle nur die Live-Stimmung auf der Tonkonserve rüberzubringen. So fehlt mir an manchen Stellen ein kleiner Energieschub, den ich vom Konzert der Formation kenne. ‚Foulcrey‘ gleitet mit acht bzw. neun (hidden track am Schluß) sehr gleichförmig. Stilbildend sind der Einsatz von deutschen Vocal-Samples aus Hörspielen, die eine erfrischende Verspieltheit an den Tag legen. Die Beats bewegen sich zwischen Drum’n’Bass-, House- und Downbeat-Tempo. Leicht jazzige Anleihen weisen den Weg, viele Flächen tragen das Ganze. Alles in allem ein gelungenes Debut, aber da ist noch mehr drin... ][ lightwood

Hey - 4 Seasons - de:bug hartwaren 003
Das war ja nicht gerade zu erwarten, was die Kollegen von der de:bug da auf ihrem dritten Release ins Rennen schicken: Eine Compilation von Songs, die ein in Berlin lebender Österreicher mit dem prägnanten Namen Hey vor einiger Zeit auf vier in 100er Auflage erschieneden 7-inch-Singles veröffentlichte. So kann jetzt auch eine Menge bisher Uneingeweihter mit dieser wunderlichen Mischung den Sommer erwarten: Alpino-karibische Popsongs, die an Serge Gainsbourg erinnern (wenn er Reggae machte) und Grace Jones (wenn sie Chansons machte), an Augustus Pablo, den trippigen (und hierzulande sträflich vernachlässigten) Pariser Chansonnier Arthur H. und den globalen Vibe von Manu Chao. Genial produziert und per Remix um die beste Dub-Version (von „Sans Toi“) des noch jungen Jahres bereichert, ist diese Mini-LP genau das, was jeder auflegen sollte, der will, das die Leute noch eine Flassche Rotwein bestellen, um dann gemeinsam besoffen, melancholisch aber irgendwie glücklich den Morgen zu erwarten. ][ mandel

Bomb the Bass + Lali Puna - Clear Cut - Morr Music
Mehr als fünf Jahre sind seit dem letzten Bomb the Bass-Album „clear“ vergangen. Nun meldet sich Tim Simenon zurück, von Major-Deal und Erfolgsdruck befreit, mittlerweile nach Holland übergesiedelt...und up to date genug, seine Rückmeldung über das Berliner Label Morr Music zu gestalten. Auch wenn sich der neue Track nur unwesentlich vom Albumtitel unterscheidet: Einiges hat sich geändert: Statt tiefem Dub-Feeling gibt es einen jazzy Kontrabass und gebremste Double-Time-Breakbeats, statt britischen Reggae/Soul-Legenden gibt es auf der Vokalspur die Stimme von Valerie Trebeljahr, die dem Track die gewisse indietronische Melancholie verleiht. Und schließlich: Statt Kruder&Dorfmeister treten als Remixer Morr-Musikanten wie Hermann&Kleine an. Die schocken zwar alle nicht gerade mit radikalen Neuerfindungen des Tracks, aber mit einer Reihe in schöner Ruhe vor sich hinfließende Versions für die After Hour. ][ mandel

Freeform Arkestra - Freeform EP - Straight Ahead
Auf dem Schweizer Label Straight Ahead, am besten bekannt als neue Heimat von Hidden Agenda, macht man ernst mit dem neuen Jazz. Und auch das Freeform Arkestra (Nico Canzoniere und Dario De Nicola) legt nach seiner neugierig machenden Remix-Arbeit für die Silent Poets den Beweis vor, dass es nicht nur ums Recycling geht, sondern auch um Neudefinitionen: Harmonik, Interaktionen der Musiker und vor allem deren Skills an Kontrabass, Saxo- oder Vibraphon sind zwar schwer hochschuljazzverdächtig, gehen aber scheinbar mühelos die Liason mit dem kniffeligen Beatdesign ein: Das Ergebnis simd komplexe, unerhörte Stimmungen heraufbeschwörende Arrangements, die das Wissen um die
korrekten Momente auf dem Dancefloor mit sich tragen, ohne ihnen ergeben zu sein. ][ mandel

Fellmann & Louise - Combination 003
‚The more you cry‘ stellt eine interessante Melange aus Dub-Gepflogenheiten, Song-Strukturen und elektronisch kickender Einheit dar. Eine eigene Soundwelt tritt somit zu Tage, die immer spannend bleibt und nie versucht aufdringlich zu werden. Coolness trifft es doch recht gut. Das Vocal-Sample bleibt hängen. Deep. Auf der Flipside beschäftigt sich Precision-Frontmann Kabuki mit ‚Lie‘, dem Track der ersten Combination-Veröffentlichung. Filigran behandelte Beats schlängeln sich durch ins Auge springende Sounds und nähern sich vorsichtig der schneidenden Makai-Ästhetik um anschließend wieder galant im Dickicht zu verschwinden. Ein Drum’n’Bass-Remix, der ebenso zurückhaltend wie dezent schön ist. ][ lightwood

Freedom Satellite - Soul Samba Rmxs - Vienna Scientists
Nachdem „Soul Samba“ bereits im letzten Jahr zu einem kleinen Club-Hit avancierte und für viel Bewegung auf der Tanzfläche sorgte, sollen nun die Remixe an diesen Erfolg anschließen. Gelingen tut dies vor allem dem Menheads-Mix, der den Drive des Originals am besten übernimmt und durch einen virtuosen Überbau erweitert. Die Tanzfläche bedankt sich mit wilden Hüftschwüngen. Max Schneider hingegen abstrahiert das Stück auf seine Beat- und Percussion-Loops. Dezent eingespielte Originalhäppchen sorgen für den gewissen Wiedererkennungswert. ][ mb

A New Dawn 003
Das sympathische Drum’n’Bass-Label der holländischen First Lady DJ Esta meldet sich zurück. Verantwortlich ist dieses Mal C. Kent in Zusammenarbeit mit Esta. Beim ersten Durchhören der beiden Seiten tritt zunächst einmal keine außergewöhnliche Gemütsregung in Kraft. Man wird mit gewöhnlichen Sounds, gewöhnlichen Beats und gewöhnlichen Strukturen konfrontiert. Doch der erste Eindruck täuscht. ‚Tomorrow‘ umkreist schon bald in einer sehr ästhetischen Monotonie deine Wahrnehmung. Eine technoide Geradlinigkeit ist bestimmend, die mich aber nicht so stört wie bei vielerlei anderen Releases derzeit. Umspannt wird das Ganze von dicht gedrängten Sounds, die auch mal abseits der Mittellinie hüpfen und immer wieder auf dem groovig-treibendem Grundgerüst landen. Langsam aber sicher schraubt sich alles bis zum Höhepunkt. ‚Bogroll‘ arbeitet mit ähnlichen Zutaten und ähnlicher Stimmung, verschwindet lediglich später in einem Break und drückt nicht ganz so feste. ][ lightwood

Solid Groove - Jus’ Dance - Slip’n’Slide Blue
Solid Grooves Debüt auf Slip’n’Slide sorgt allein deshalb für Aufsehen, weil der Titeltrack „Jus’ Dance“ sehr große Ähnlichkeit mit Jazzanovas „What’s your number“-Remix aufweist. Baßlauf, Keyboardlicks, selbst Teile der Beats klingen wie 1:1 übernommen, was wohl auch den Grund für die Gefälligkeit dieses Stückes liefert. Die B-Seite hingegen entbehrt dieser vollkommen.
][ mb

Jake Fairley - CN Tower - Sender
Eigentlich verbindet man mit dieser Platte überhaupt nicht das Bild eines alles überragenden Turms, vielmehr wünscht man sich solche Musik im atmosphärischen Kellerclub. Dunkel, geheimnisvoll, spannend. Es ist immer wieder erstaunlich, wie charmant einfach gehaltene Rhythmusschemata sein können und wie leicht man sich von einem soliden, minimalen Track vereinnehmen lassen kann. Jake Fairley jedenfalls sorgt mit dieser im Minimal-Tech-House-Stil gehaltenen Platte ganz lässig für schwitzende Tanzflächen, egal ob über oder unter dem Meeresspiegel. Haben Türme eigentlich einen Keller?? ][ mb

Jazzanova - Reworks From Japan - JCR
Es wäre geradezu verwerflich gewesen, diese Platte, wie ursprünglich geplant, nur in Japan erscheinen zu lassen. Doch der Markt regelt sich bekanntlich von selbst und Dank großer Nachfrage kommen nun auch wir Europäer in den Genuß dieser Remixarbeiten von Calm, Yukihiro Fukutomi und des Kyoto Jazz Massive. Vor allem letztere erstaunen durch einen wunderschönen Remix des Klassikers „Fedime’s Flight“, dem Stück also, mit dem für Jazzanova vor Jahren alles begann. Deutlich „eingejazzt“ verliert das Stück in seiner Bearbeitung nichts von seinem ursprünglichen Charme. Deutlich perkussiver zeigt der Remix seine Stärken vor allem mit Einsetzen des Pianosolos. Aber auch die beiden anderen Mixe bestechen durch gekonnte Ergänzung des Originals mit eigenen Ideen. Die Meister des Remix erfahren also eine ebenbürtige Behandlung. ][ mb


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