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Artist & Repertoire . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
A&R' steht bekanntermaßen für Artist & Repertoire'. Ein A&R-Manager castet neue Künstler für das eigene Label. Eine A&R-Dienstleistung der ganz besonderen Art bietet die in Eng-land beheimatete Webseite raw42.com an. Aus der Flut von Demos und vor allem Mp3s, die sich im Netz mittlerweile zu Abermillionen tummeln, werden die qualitativ hochwertigsten rausgefischt und in verschiedenen elektronischen Genres auf die Site gestellt. Labeltreibende können sich anmelden, Präferenzen einstellen und in einer eigens für sie eingerichteten und zugeschnittenen VIP-Lounge' die exquisitesten Perlen anhören. Das ist kostenlos. Bei Interesse schließt das Label einen Vertrag mit raw42.com ab, das sich um die Belange des Künstlers kümmert. Zwar verdient raw42.com an dieser Stelle, Künstler und Label haben aber weniger Arbeit. Geniales, einfaches Konzept. Mal schauen, ob die Rechnung aufgeht ... http://www.raw42.com
][ lightwood
Gibt es ein Recht auf Loops? . . . . . . . . . .
Für Viag Interkom scheinbar schon, denn der Telekommunikationsanbieter, dessen Pre-Paid-Karten auf den stylischen Namen Loop hören, mahnt gegen das Musikportal loopnet.de auf Grund angeblicher Namensrechteverletzungen. Abmahnung formulieren, Forderung stellen, Geld und Domain kassieren. So stellt sich der kapitale Größenwahn das Spiel um Macht und Moneten vor - Vorstandsvorsitzender und dessen Anwälte spielen fleißig mit. Überschneidende Geschäfts-felder allerdings gibt es keine und wer sich auf www.loopnet.de einsurft, kommt auch ganz bestimmt nicht auf die Idee, es hier mit einem TK-Konzern zu tun zu haben. Die rechtlichen Grundlagen sind also genauso schwammig, wie die Formulierungen des Konzerns, der sich trotz mehrmaligen Angebots einer Zusammenarbeit immer noch stur stellt und lieber schon einmal die ausstehenden Anwaltskosten vorrechnet. ][ mb
Musik und Maschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Musik und Maschine - zwei Dinge, denen man in Berlin des öfteren begegnet. Der von Tresor-Macher Dimitri Hegemann und Axis-Labelbetreiber und DJ-Gott Jeff Mills initiierte Kongress wollte bereits zum zweiten Mal versuchen, nicht nur Künstlern eine Plattform zum gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen zu schaffen, sondern machte es sich auch zur Aufgabe, die Wirtschaft ins Boot zu holen. Richtig gelungen ist dies aber bislang noch nicht, was zum einen daran liegt, daß sich das bewußt kleingehaltene Teilnehmerfeld eh schon seit langem kennt und somit für Außenstehende nur schwierig Kontaktmöglichkeit bietet. Das intime Ambiente, das für angenehme und persönliche Stimmung unter denen sorgte, die sich bereits kannten, stellte sich somit selbst ein Bein. Aber auch inhaltlich gab es nichts zu entdecken, was man nicht bereits vorher wußte. Die Telekom befindet sich immer noch auf der vergeblichen Suche nach Inhalt für ihre Netze, fand aber auch im Publikum keine Killer-Application vor. Die strategische Verknüpfung von Club und Label, anhand des Tresor-Konglomerats aufgezeigt, war dann wenigstens noch ein anschauliches Beispiel, wie man musikalische und wirtschaftliche Interessen verbinden kann. Ansonsten plauderte man viel über Musik aus dem Internet, dessen Zukunft und die Tatsache, daß sich Techno im Club immer noch am besten anhört. Einzig wirklich interessanter Punkt, war die Bekanntgabe einer geplanten, den Kongress begleitenden Messe im nächsten Jahr. Die inhaltliche Diskussion darüber wurde von Jeff Mills aber bereits nach zwanzig Minuten abgebrochen - vermutlich hatte er Hunger. Weitere Infos und die Ergebnisse der Award-Verleihungen können unter http://www.musikundmaschine.com nachgelesen werden. ][ mb
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