OUK das vierund30ste ± auf & davon ± Dez 01/Jan 02 bla & blub

Lali Puna @ Travellers Club . . . . . . . . . . .
Wieder stellte sich heraus, daß sich das Warten auf den Beginn eines Konzertes in den wohligen vier Wänden der eigenen Wohnung nur selten lohnt, denn auch bei diesem Konzert war schnell das Aufnahme-vermögen in Sachen Publikum erschöpft in Stuttgarts Veranstaltungsort für besondere Musik. Schade für die, die draußen vor dem Fenster den lieblichen Klängen der vierköpfigen Band aus München lauschen mußten. Doch sicherlich nicht zuletzt dank der freundlich stimmenden Musik und dem deswegen gekommenem Publikum, wischte selbiges die starken Kondensschleier von den Scheiben, um den Frierenden wenigstens ein wenig was fürs Auge zu bieten. Großartig. Und so war dann auch der ganze Abend. Sanft klang der multilinguale Gesang von Valerie Trebeljahr über die live gespielten Instrumente von Markus Acher (Notwist), Christoph Brandner (Console) und Florian Zimmer. Warm hüllten die tortoisesquen, stereolabschen Melodien das mitfühlende Publikum ein und versetzten es in einen tranceartigen Zustand. Entspannte Gesichts-züge bis über den Rand der Scheibe, die mit geschlossenen Augen die dargebotene Musik wirken ließen. Ein neuer Baßlauf, dezenter Wechsel im Schlagzeug, neue elektronisch erzeugte Klänge voller Atmosphäre und Dichte und von weit hinten das Wunder der Stimme. Doch viel zu schnell nahm alles sein Ende, oder war es einfach die Zeit, die, zu jedes einzelnen selbstempfundenem Film, wie im Fluge verstrich? ][ g

DnB Stuttgart+ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Das Drum’n’Bass-Leben in Stuttgart ist lebendiger denn je. Wenn an einem Abend drei Veranstaltungen sind und alle drei gut besucht sind, dann weiß man sich eben einfach nicht mehr zu helfen. Der wöchentliche Rude Club im Alten Zollamt in Stuttgart-Bad Canstatt hat längst sein Publikum gefunden. Jeden Samstag schafft es DJ-Veteran Tease zusammen mit dem 0711-Büro das geräumige Ambiente mit vielfältigen Acts zu beschallen. Wer sich bereits donnerstags gerne zu Drum’n’Bass auf das Wochenende einschwingen möchte, ist ab sofort im LeFonque gut aufgehoben. Nicht nur auf die Zwölf präsentieren die Local-DJs bei Fonque’n’Bass elegante bis tanzbare Strömungen des Drum’n’Bass. Ab und zu schaut auch mal ein international renommierter DJ, wie z. B. am 20.12. Patife, vorbei. Doch damit nicht genug: dnbradio.net heißt das neue Zauberwort für alle Vernetzten. Macher Thorre blickt auf lange Erfahrung im Bereich des Webradios zurück und so sind die 24 Stunden, sieben Tage die Woche bereits seit Anfang Oktober gut gefüllt, gestaltet und verwaltet. Drum’n’Bass satt eben. ][ lightwood

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In Sachen elektronische Musik und Clubleben ist Tübingen nun wahrlich nicht unbefleckt, und doch scheint es so, daß sich das Interesse für derlei Geschehen im Sande verlaufen hat. Ein Grund dafür ist sicherlich die zur Zeit recht große Begeisterung für Funk und Soul der 70er Jahre, was nicht zuletzt an den diversen lokalen Bands liegt, die sich dieser Musik angenommen haben. Was die mediale Berichterstattung über Tübingens Kultur betrifft, herrscht zur Zeit allerdings absolute Flaute, zumal das Stadtmagazin „72“ die Bühne ebenso schnell und lautlos verließ, wie es Anfang des Jahres darauf erschienen war. Und da Tagblatt und Kultimativ auch keine wirkliche Hilfe darstellen, wollen wir uns in Zukunft wieder vermehrt dem Geschehen in und um Tübingen widmen.
Los geht es mit dem sechsten Geburtstag des in der Eisenbahnstraße ansässigen Depots. Viel wurde im ehemaligen Kornspeicher getanzt, manch unbekannter DJ wechselte sich mit großen Namen an den Plattentellern ab und stets wurde versucht, ein vielseitiges und doch rundes Programm auf die Beine zu stellen. House, Techno und Drum’n’Bass spielte dabei stets eine große Rolle, aber auch dem HipHop, Reggae und Ska wird ebenso Platz eingeräumt, wie den oben bereits erwähnten Funk-Bands. Rund in seiner musikalischen Zusammensetzung auch der Jubiläumsabend am 08.12., bei dem die Depot-All-Stars, also die eigentlichen Residents der jeweiligen Veranstaltungsreihen, ihr jeweiliges Spezialgebiet zu einem hoffentlich gelungenen Geburtstagsständchen zusammenbringen werden. Wir gratulieren.
Die Herren des elektronischen Sofas haben hingegen weniger Grund zum Jubeln, wurde ihnen doch auf Grund eines bevorstehenden Pächterwechsels, ihr donnerstägliches Wohnzimmer im Kelterntrum genommen. Bleibt zu hoffen, daß der neue Pächter ebenfalls Wert auf ein Sofa legt. Vorerst jedenfalls bleibt es bei den gelegentlichen Abenden im Epple-Haus. Watch out for flyers! ][ mb


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