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Das Vierte federfrei und schwindelfest | Der motikologische Einschub |

So trivial das auch klingen mag und im Grunde auch ist, ergibt eine nähere Betrachtung dieser Erkenntnis doch, daß kaum einer sein Denken und Handeln dementsprechend ausrichtet. Exemplarisch sei hier die schlechte Laune genannt. Es existiert wenig Sinnentleerteres auf unserem wunderschönen kleinen blauen Planeten, als diese Gemütsverfassung, deren einziger Erfolg in einer Störung des individuellen Gleichgewichts und einer damit einhergehenden negativen Umfeldeinwirkungen besteht. Schließlich ändert sie rein gar nichts an der sie auslösenden Tatsache. Kausal für schlechte Laune ist in der Regel Vergangenes. Aber schon vor 2300 Jahren bemerkte Aristoteles im sechsten Buch der nikomachischen Ethik folgendes: "Übrigens kann niemals Vergangenes den Gegenstand einer Entscheidung bilden; niemand nimmt sich vor, Troja nicht zerstört zu haben. Man überlegt sich ja nicht das, was vergangen ist, sondern was geschehen wird und eine Veränderung zulässt. Das Vergangene kann unmöglich nicht geschehen sein". Das heißt, jede weitere Selbstkasteiung oder -quälerei aufgrund eines in der Vergangenheit liegenden Umstandes ist unlogisch und entbehrt jeglicher Grundlage. Vielmehr gilt es, die gegenwärtige Situation zu erfassen und das weitere Tun dergestalt auszurichten, daß Bestehendes -der Vielfalt der Möglichkeiten entsprechend - zum eigenen Vorteil verändert wird. Schlechte Laune steht dem entgegen und erfährt keinerlei Rechtfertigung. Trotzdem steht in unserem ach so futuristischen Zeitalter fast jeder diesem komplexen ewig wiederkehrenden Zustand des Seelenlebens machtlos gegenüber. Macht man sich aber die Entbehrlichkeit derartiger Gedankeneinflüße bewußt und versucht sich danach zu richten, so ist es teilweise erstaunlich, wie unkompliziert sich das Dasein gestalten ließe. Obwohl aber Zeit als kostbarstes Gut der Gegenwart nicht der Verschwendung preisgegeben werden sollte, bleibt es dabei, daß es der berühmten Quadratur des Kreises gliche, zu versuchen, dem Menschen Vernunft einzubleuen. So sind wir halt, Barbaren, wie die Arkoniden sagen würden... ][ motik
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