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Das Sechste super & bleifrei | Hommage an den kleinen Prinzen |
hommage au "petit prince"
Ob man sich wohl dagegen wehren kann, in die genormte Verhaltensschablone der "großen Leute" gepreßt zu werden? Wieviel Kraft muß man aufwenden, um erfolgreich zu rebellieren? Als Sklaven ihrer Normen und Werte wandeln die "großen Leute" wie seelenlose Geister durch die Zimmer und Gänge ihrer selbsterbauten Eispaläste. Sie sind schon wunderlich - die "großen Leute"! Je häufiger ein "großer Mensch" mir gegenüber seine Art zu leben anpreist und ihrer Vorzüge betont, desto mehr argwöhne ich, daß er seine Lebensweise insgeheim als falsch empfindet und sogar unter ihr leidet, jedoch nicht den Mut, oder die Kraft findet sie zu ändern! Indem er versucht mich zu belügen, belügt er sich selbst. Es ist schon wesentlich bequemer Gleichgültigkeit offen zu zeigen, als sich über andere Menschen Gedanken zu machen. Wie geblendet starren die "großen Leute" ins Laternenlicht ihrer eigenen Person und können so niemals die Sterne am Himmel der Liebe sehen. Egoismus, der das Leben zwar bequemer macht, doch er betrügt sie um so viele Erkenntnisse. Ignoranz und Arroganz treten nur zu gern als Partnerinnen auf im Theater menschlicher Unzulänglichkeiten, indem fast jeder vernünftige große Mensch eine Rolle zugewiesen bekommt. Die Ignoranz weiß nicht einmal, daß sie nichts weiß und die Arroganz macht ihr weis, daß sie alles weiß. Die "großen Leute" sind schon wunderlich. Sie haben so viele schöne Dinge vergessen, sie sind immer so beschäftigt und nehmen sich nie Zeit zu träumen.
Immer wieder schleichen sich die Eigenschaften der "großen Leute" auch in meinen Kopf ein, doch ich versuche sie im Keim zu ersticken, sobald ich sie entdecken kann. Ich hasse es so zu sein "wie es sich gehöhrt" und ich hoffe es gibt noch genug andere, die versuchen mit dem Herzen zu sehen. Erwachsen werden und sein, kann doch nicht bedeuten zu den elenden Angsthasen, Langweilern und Neinsagern zu gehören die sich vor dem Leben hinterm Ofen verstecken. Wieviele kleine Prinzen und Prinzessinnen haben den Mut zu träumen noch nicht verloren? Haltet eure Träume gut fest, denn wer sich seine Träume nehmen läßt verliert seine Flügel! Träume sind vogelfrei und nur ihres Lebens sicher, solange sie höher fliegen können, als die Realität schließen kann!
Wer flüchtet sich nicht gerne in seine Traumwelt wenn der Krieg zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit unerträglich wird. Es liegt an den menschen selbst, ob sie ihr Leben mit den dunklen Farben der Traurigkeit, oder den strahlenden Tönen des Glücks malen. Doch das Glück läßt sich nicht besitzen, wenn man versucht es einzufangen, könnte es sein, daß man es auf Nimmerwiedersehen vertreibt.
Freundlichkeit kann den Alltag von seiner Alltäglichkeit befreien. Mit ihrer zerstörerischen Nüchternheiten vernichten die großen Leute meine selten schönen Gefühle; von deren Existenz sie nicht einmal in ihren kühnsten Träumen etwas erahnen können. Dann geht es mir wie einem Kind, das einen Luftballon aufbläst, um ihn in den Himmel steigen zu lassen, doch dann kommt plötzlich jemand, der eine Nadel in ihn Sticht. ich bin ein Psycho-Astronaut im Weltraum des Erlebens - Lichtjahre entfernt vom Alltag und seinen Fallen der Routine; immer auf der Suche nach Seelenverwandten.
In unseren Träumen und Wünschen teilen wir anderen gerne bestimmte Rollen zu, wenn diese nicht bereit sind ihre zugeteilte Rolle zu spielen, sagen wir gerne enttäuscht, sie hätten unsere Gefühle verletzt. Dabei haben sie nur von ihrem Recht auf Freiheit gebrauch gemacht. Wieviele Mißverständnisse wären vermeidbar, wenn die "großen Leute" lernen würden mit dem Herzen zu sehen, denn das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. In unserer redseligen Sprechblasenkultur gibt es keine subversivere Kraft als das Schweigen, denn die Sprache ist die Quelle aller Mißverständnisse.
Mir bleibt noch zu sagen: sie sind schon wunderlich, die "großen Leute"! - doch eins ist sicher - so schnell kriegen sie mich nicht .....
][ katja
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