OUK Das Siebte   Schüsse & Küsse 100 Scheiben

100 Platten zu besprechen würde wohl den Rahmen dieser zwei Seiten sprengen.

100 Platten aufzuzählen, die mich im letzten ouk-Jahr bewegten, bekomme ich wahrscheinlich auch nicht zusammen.

100 Platten eines einzigen Labels zu resümieren wäre sicherlich auch recht spannend, übrig dafür blieben jedoch nur Reinforced und Moving Shadow.

100 Platten dieser Labels besitzt außer Rob Playford und Marc & Dego aber wahrscheinlich niemand, außer jemand hat 50mal Dead Dred "Dred Bass" und 50mal Hyper on Experience "Lords of the Null Lines" oder wahlweise 50mal Rufige Kru "Terminator" und 50mal Tek 9 "We bring anybody down" im Schrank. Denn sind wir mal ehrlich, unter den 100 Releases der beiden Labels waren höchstens je 30-40 gute bis sehr gute Platten dabei. Aber das reicht ja auch schon.

100

100. Fassen wir diese Zahl in Worte. Die einhundertste Moving Shadow in drei Versionen liegt vor mir. Six Years-One hundred Releases-One Goal. Das Warten hat ein Ende. Schwarz-Weiß-Gold. Dom-Rob-Goldie. Drei Männer-Zwei Tracks. Nach der Queen kommen auch wir in den Genuß endlich einmal wieder eine sehr feine Platte, Marke Moving Shadow, uns einzuverleiben. Weiß ist rein und deshalb auch das Original. Am Puls der Zeit wird hier erstklassiges Soundmaterial zu einer brachialen Härte geschmiedet. "Distorted Dreams" hätte ebenso gut auf No U-Turn oder Metalheadz erscheinen können. Bei "The Shadow" kann es sich nur um Goldie handeln, der wieder einmal Rob Playford die Knöpfe hat so drehen lassen, damit diese unverwechselbaren modulierten Breakbeats entstehen. Goldie pur, aber nicht so charmant. Black is beautiful und deshalb zumindest ein schöner Remix von Desired State. Der hält sich nah am Original, aber kickt doch auf eine andere Art und Weise. Spätestens nach dem Break erkennt man Andy C's bombastischen Einfallsreichtum in Sachen Beats und Bässen. Grooverider versucht sich auf der anderen Seite an "The Shadow" und verliert sich schnell in einem vor sich hintrielenden Wahwahwah (ein unglaubliches Wort!). Zwar ein paar nette Sounds, aber es mangelt an durchgehender Spannung . Schade eigentlich, wo der "Godfather" doch so unschlagbar gut auflegt. Gold ist teuer und deshalb zwei aufwendig produzierte Remixe von Underworlds Rick Smith. Vielleicht klingen sie aber auch nur aufwendig, vielleicht klingen sie auch einfach nur "voll". Filmmusik wäre hier auch das passende Wort, in der Art wie er 'The Shadow' zu zwei völlig unterschiedlichen neuen Werken verwandelt. Nichts zum Tanzen, eher etwas zum Zuhören, eventuell etwas zum Genießen.

100 Platten später sehen wir uns wieder, unter Umständen sogar an gleicher Stelle. So watch out! ][ lightwood

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